SERIENKILLER

Tatzeitraum & Opfer

Aktiv von 1970
Bis 1975
Bestätigte Opfer 4
Aktionsradius Vor allem deutschsprachige Schweiz, u. a. Kanton Zürich, Kanton Aargau
Opfergruppen Kinder

Modus Operandi & Motive

Modus Operandi Entführung oder Mitnahme, sexuelle Übergriffe, Tötung, meist Strangulation
Hauptmotive Abgeleitet: Motivierte Gewalt, gezielte Machtausübung.

Rechtliches

Festnahmejahr 1975
Urteil Vor Urteil suizidiert
Haftform Gefängnis
Bild 1
Zu diesem Täter gibt es leider kein gemeinfreies Foto.


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Werner Ferrari
Die Mordserie des Schweizer Serienmörders Werner Ferrari ereignete sich in den frühen 1970er-Jahren vor allem in der deutschsprachigen Schweiz, insbesondere in Regionen wie dem Kanton Zürich und dem Kanton Aargau. Seine Taten folgten einem wiederkehrenden Muster: Er sprach gezielt Jungen im Alter von etwa zehn bis dreizehn Jahren an, meist auf dem Schulweg oder in ihrer Freizeit. Er gewann ihr Vertrauen und brachte sie anschließend an abgelegene Orte, häufig in Waldgebiete. Dort kam es zu sexuellen Übergriffen, bevor er die Kinder erdrosselte. Die Leichen legte er anschließend in schwer zugänglichen Naturgebieten ab.

Die vier nachweislich belegten Mordopfer wurden zwischen Anfang der 1970er-Jahre und 1975 getötet. In mehreren Fällen verschwanden die Kinder zunächst spurlos, bevor ihre Leichen nach Tagen oder Wochen in Wäldern oder abgelegenen Gebieten aufgefunden wurden. Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig, da die Taten auf verschiedene Kantone verteilt waren und zunächst kein klarer Zusammenhang erkennbar war. Erst durch intensive Polizeiarbeit, Zeugenaussagen und die Verknüpfung einzelner Fälle konnte ein Muster erkannt und schließlich ein Tatverdächtiger ermittelt werden.

Im Jahr 1975 wurde Werner Ferrari schließlich verhaftet. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Ermittler bereits Hinweise gesammelt, die ihn mit mehreren der Morde in Verbindung brachten. Während der folgenden Untersuchungen wurde er psychiatrisch begutachtet und als schwer gestört eingestuft. Ein umfassendes Gerichtsverfahren war geplant, doch dazu kam es nicht mehr.

Werner Ferrari starb im Jahr 1976 während seiner Untersuchungshaft. Übereinstimmend wird von einem Suizid ausgegangen. Da das genaue Todesdatum jedoch nicht in allen Quellen einheitlich angegeben ist, kommt es in der Literatur und Berichterstattung zu leichten Abweichungen. Diese Unsicherheit ist ein häufiges Merkmal historischer Kriminalfälle, insbesondere wenn die Dokumentation nicht vollständig überliefert wurde.

Zusammenfassend gilt als gesichert, dass Werner Ferrari für mindestens vier Morde an Kindern verantwortlich war. Diese Verbrechen erstreckten sich über mehrere Jahre und verschiedene Regionen der Schweiz. Seine Taten lösten damals große öffentliche Bestürzung aus und gehören bis heute zu den bekanntesten Serienverbrechen der Schweizer Kriminalgeschichte.


Weitere dokumentierte Hinweise

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Neben den bereits genannten Kernfakten gibt es eine Reihe weiterer belegbarer Details, die das Bild von Werner Ferrari ergänzen. Diese Details sind durch Ermittlungsakten, Gerichtsunterlagen oder zeitgenössische Berichterstattung gestützt.

Werner Ferrari zählt zu den bekanntesten Serienmördern der Schweiz – nicht nur aufgrund der Schwere seiner Taten, sondern auch, weil diese lange unentdeckt blieben. Neben den Verbrechen selbst sind es vor allem die Hintergründe seiner Persönlichkeit und die Ermittlungen, die ein vollständigeres Bild zeichnen.

Ferrari fiel bereits in jungen Jahren durch strafbares Verhalten auf und hatte wiederholt Kontakt mit Behörden. Er verbrachte Zeit in Erziehungsheimen und stand unter Beobachtung verschiedener staatlicher Stellen. Diese frühe Auffälligkeit ist durch Akten belegt und zeigt, dass sich die problematischen Verhaltensmuster schon lange vor den späteren Taten entwickelten. Auch im Erwachsenenalter blieb er den Behörden nicht unbekannt.

Im Verlauf der Ermittlungen wurde Ferrari mehrfach psychiatrisch begutachtet. Die Gutachten bescheinigten ihm schwere Persönlichkeitsstörungen sowie sexuelle Abweichungen, die im Zusammenhang mit seinen Taten standen. Diese Einschätzungen stammen aus offiziellen Untersuchungen und gelten als gesicherter Bestandteil der Fallakten. Sie liefern wichtige Hinweise darauf, wie seine Taten aus kriminalpsychologischer Sicht eingeordnet wurden. Ein eindeutiges Motiv konnten sie jedoch nicht vollständig erklären.

Auffällig war zudem sein Verhalten im Vorfeld der Verbrechen. Ferrari hielt sich gezielt in Umgebungen auf, in denen sich Kinder aufhielten, und sprach diese aktiv an. Dieses Vorgehen konnte durch Zeugenaussagen und Rekonstruktionen der Ermittler nachvollzogen werden. Es zeigt, dass seine Taten nicht spontan, sondern mit einer gewissen Systematik begangen wurden.

Die Ermittlungen gestalteten sich zunächst schwierig. Da die Verbrechen in verschiedenen Regionen, unter anderem im Kanton Zürich und im Kanton Aargau, stattfanden, wurden sie anfangs nicht als zusammenhängende Serie erkannt. In den 1970er-Jahren fehlten zudem moderne Ermittlungsinstrumente sowie eine zentrale Vernetzung der Polizeibehörden, was die Aufklärung zusätzlich erschwerte. Erst durch die zunehmende Zahl ähnlicher Fälle und intensive Ermittlungsarbeit gelang es, ein Muster zu erkennen und die Taten miteinander in Verbindung zu bringen.

Die Beweislage gegen Ferrari stützte sich vor allem auf Indizien, Zeugenaussagen und belastende Hinweise aus den Ermittlungen. Eine vollständige juristische Aufarbeitung aller Taten fand jedoch nie statt. Zwar wurde Ferrari 1975 verhaftet und ein Gerichtsverfahren vorbereitet, doch dazu kam es nicht mehr. Werner Ferrari nahm sich 1976 in Untersuchungshaft das Leben.

Bemerkenswert ist, dass das genaue Todesdatum in verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben wird. Diese Abweichungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Sie zeigen, dass selbst bei vergleichsweise gut dokumentierten Fällen historische Ungenauigkeiten bestehen können.

Die Mordserie löste in der Schweiz große öffentliche Betroffenheit aus und führte zu intensiven Diskussionen über den Schutz von Kindern sowie die Zusammenarbeit der Polizeibehörden der verschiedenen Kantone. Der Fall Werner Ferrari ist daher nicht nur einer der schwersten Kriminalfälle des Landes, sondern auch ein Beispiel für die Herausforderungen der Ermittlungsarbeit in einer Zeit vor der modernen forensischen Vernetzung.

Bis heute ist sein Fall nur unvollständig aufgearbeitet, nicht zuletzt, weil sein Tod vor Abschluss des Prozesses eine endgültige juristische Bewertung verhinderte.


Die Taten von Werner Ferrari werden überwiegend als Kombination aus sexuell motivierter Gewalt, gezielter Machtausübung sowie psychischen Störungen eingeordnet. Er wählte seine Opfer systematisch nach ihrer Verwundbarkeit aus. Ein einzelnes, klar abgegrenztes Motiv konnte jedoch nie abschließend festgestellt werden, auch weil sein Tod eine vollständige Aufarbeitung verhinderte, bevor der Prozess abgeschlossen war.


In einigen Quellen ist von einem fünften Opfer die Rede, das ihm ebenfalls zugerechnet wird, jedoch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Aufgrund seines Todes vor Abschluss des Gerichtsverfahrens blieb eine vollständige juristische Klärung aus.

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