Chronologische Liste der Vergiftungen von Martha Needle
Die Mordserie der australischen Giftmörderin Martha Needle erstreckte sich über fast ein Jahrzehnt. Lange Zeit wirkten die Todesfälle wie tragische Krankheitsfälle innerhalb einer Familie. Erst Jahre später erkannten die Ermittler das Muster – und die Spur führte immer wieder zu derselben Person.
1885 – Der Tod des Stiefvaters
Der erste bekannte Todesfall ereignete sich im Jahr 1885: Marthas Stiefvater Joseph Needle wurde plötzlich schwer krank. Er litt unter starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Symptome, die damals häufig mit Magenkrankheiten verwechselt wurden. Nach kurzer Zeit starb er. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, dass er möglicherweise Opfer einer Vergiftung geworden war. Erst Jahre später, als sein Körper exhumiert wurde, fanden Ärzte Arsenrückstände, die auf eine vorsätzliche Vergiftung hindeuteten.
1885 – Der Tod der eigenen Mutter
Nur wenige Monate nach dem Tod ihres Stiefvaters traf die Familie der nächste Schicksalsschlag. Mary Ann Needle, Marthas Mutter, erkrankte plötzlich und starb nach kurzer, heftiger Krankheit. Die Symptome ähnelten denen ihres verstorbenen Ehemanns: starke Magenkrämpfe, Erbrechen und eine rasche körperliche Verschlechterung. Auch dieser Tod wurde zunächst als natürliche Krankheit angesehen. Erst nach der späteren Exhumierung entdeckten die Ermittler Arsen im Körper der Verstorbenen – ein weiterer Hinweis auf Mord.
1889 – Der Tod des Bruders
Vier Jahre später traf es ein weiteres Familienmitglied. Marthas Bruder Douglas Francis Needle wurde krank und starb im Jahr 1889, wie in den vorherigen Fällen zunächst scheinbar an einer plötzlich auftretenden Krankheit. Da in der damaligen Zeit viele Todesfälle nicht genauer untersucht wurden, erregte auch dieser Fall zunächst keine polizeiliche Aufmerksamkeit. Als die Polizei jedoch später begann, alte Todesfälle im Umfeld von Martha Needle zu untersuchen, wurde auch sein Körper exhumiert. Die Untersuchung ergab erneut Arsen im Gewebe.
1891 – Der Tod des Neffen
Der vierte bekannte Todesfall betraf Louisa Spicer, einen jungen Verwandten aus Marthas Familie. Das Kind starb im Jahr 1891 nach einer schnellen Erkrankung. Wie zuvor wurde der Tod zunächst nicht als Verbrechen erkannt. Erst Jahre später, als die Ermittlungen gegen Martha Needle bereits liefen, nahmen die Behörden auch diesen Fall erneut unter die Lupe. Auch hier fanden Mediziner bei der Exhumierung Spuren von Arsen, was den Verdacht bestätigte, dass die Todesfälle miteinander verbunden waren.
1894 – Der Mordversuch an Bertha Juncken
Der Fall, der schließlich zur Entlarvung der Täterin führte, ereignete sich im Jahr 1894: Martha Needle hatte eine Beziehung mit dem verheirateten Louis Juncken. Um mit ihm zusammenleben zu können, versuchte sie, dessen Ehefrau Bertha Juncken zu vergiften. Sie verabreichte ihr Arsen, woraufhin diese schwer erkrankte. Doch diesmal überlebte das Opfer zunächst lange genug, damit die Ärzte misstrauisch wurden. Medizinische Untersuchungen zeigten Arsen im Körper der Frau, und die Polizei begann zu ermitteln.
Die Ermittlungen
Nachdem Martha Needle als Verdächtige identifiziert worden war, überprüften die Ermittler frühere Todesfälle in ihrem Umfeld. Mehrere Leichen wurden exhumiert und die Ergebnisse bestätigten die schlimmsten Befürchtungen der Polizei. In den Körpern mehrerer verstorbener Familienmitglieder fanden sich Arsenrückstände. Damit stand fest, dass es sich nicht um einzelne Vorfälle handelte, sondern um eine Serie von Giftmorden, die sich über Jahre hinweg ereignet hatten.
1894 – Prozess und Urteil
Der Prozess gegen Martha Needle fand im Jahr 1894 in Adelaide statt. Die Beweise, darunter Giftkäufe, medizinische Gutachten und Zeugenaussagen, führten schließlich zu einem Schuldspruch wegen Mordes.
22. Oktober 1894 – Hinrichtung
Martha Needle wurde am 22. Oktober 1894 im Adelaide Gaol durch den Strang hingerichtet. Sie war 31 Jahre alt. Ihre Mordserie gilt heute als eines der frühesten dokumentierten Beispiele für Serienmord mit Gift in Australien.
Die Mordserie der australischen Giftmörderin Martha Needle erstreckte sich über fast ein Jahrzehnt. Lange Zeit wirkten die Todesfälle wie tragische Krankheitsfälle innerhalb einer Familie. Erst Jahre später erkannten die Ermittler das Muster – und die Spur führte immer wieder zu derselben Person.
1885 – Der Tod des Stiefvaters
Der erste bekannte Todesfall ereignete sich im Jahr 1885: Marthas Stiefvater Joseph Needle wurde plötzlich schwer krank. Er litt unter starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Symptome, die damals häufig mit Magenkrankheiten verwechselt wurden. Nach kurzer Zeit starb er. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, dass er möglicherweise Opfer einer Vergiftung geworden war. Erst Jahre später, als sein Körper exhumiert wurde, fanden Ärzte Arsenrückstände, die auf eine vorsätzliche Vergiftung hindeuteten.
1885 – Der Tod der eigenen Mutter
Nur wenige Monate nach dem Tod ihres Stiefvaters traf die Familie der nächste Schicksalsschlag. Mary Ann Needle, Marthas Mutter, erkrankte plötzlich und starb nach kurzer, heftiger Krankheit. Die Symptome ähnelten denen ihres verstorbenen Ehemanns: starke Magenkrämpfe, Erbrechen und eine rasche körperliche Verschlechterung. Auch dieser Tod wurde zunächst als natürliche Krankheit angesehen. Erst nach der späteren Exhumierung entdeckten die Ermittler Arsen im Körper der Verstorbenen – ein weiterer Hinweis auf Mord.
1889 – Der Tod des Bruders
Vier Jahre später traf es ein weiteres Familienmitglied. Marthas Bruder Douglas Francis Needle wurde krank und starb im Jahr 1889, wie in den vorherigen Fällen zunächst scheinbar an einer plötzlich auftretenden Krankheit. Da in der damaligen Zeit viele Todesfälle nicht genauer untersucht wurden, erregte auch dieser Fall zunächst keine polizeiliche Aufmerksamkeit. Als die Polizei jedoch später begann, alte Todesfälle im Umfeld von Martha Needle zu untersuchen, wurde auch sein Körper exhumiert. Die Untersuchung ergab erneut Arsen im Gewebe.
1891 – Der Tod des Neffen
Der vierte bekannte Todesfall betraf Louisa Spicer, einen jungen Verwandten aus Marthas Familie. Das Kind starb im Jahr 1891 nach einer schnellen Erkrankung. Wie zuvor wurde der Tod zunächst nicht als Verbrechen erkannt. Erst Jahre später, als die Ermittlungen gegen Martha Needle bereits liefen, nahmen die Behörden auch diesen Fall erneut unter die Lupe. Auch hier fanden Mediziner bei der Exhumierung Spuren von Arsen, was den Verdacht bestätigte, dass die Todesfälle miteinander verbunden waren.
1894 – Der Mordversuch an Bertha Juncken
Der Fall, der schließlich zur Entlarvung der Täterin führte, ereignete sich im Jahr 1894: Martha Needle hatte eine Beziehung mit dem verheirateten Louis Juncken. Um mit ihm zusammenleben zu können, versuchte sie, dessen Ehefrau Bertha Juncken zu vergiften. Sie verabreichte ihr Arsen, woraufhin diese schwer erkrankte. Doch diesmal überlebte das Opfer zunächst lange genug, damit die Ärzte misstrauisch wurden. Medizinische Untersuchungen zeigten Arsen im Körper der Frau, und die Polizei begann zu ermitteln.
Die Ermittlungen
Nachdem Martha Needle als Verdächtige identifiziert worden war, überprüften die Ermittler frühere Todesfälle in ihrem Umfeld. Mehrere Leichen wurden exhumiert und die Ergebnisse bestätigten die schlimmsten Befürchtungen der Polizei. In den Körpern mehrerer verstorbener Familienmitglieder fanden sich Arsenrückstände. Damit stand fest, dass es sich nicht um einzelne Vorfälle handelte, sondern um eine Serie von Giftmorden, die sich über Jahre hinweg ereignet hatten.
1894 – Prozess und Urteil
Der Prozess gegen Martha Needle fand im Jahr 1894 in Adelaide statt. Die Beweise, darunter Giftkäufe, medizinische Gutachten und Zeugenaussagen, führten schließlich zu einem Schuldspruch wegen Mordes.
22. Oktober 1894 – Hinrichtung
Martha Needle wurde am 22. Oktober 1894 im Adelaide Gaol durch den Strang hingerichtet. Sie war 31 Jahre alt. Ihre Mordserie gilt heute als eines der frühesten dokumentierten Beispiele für Serienmord mit Gift in Australien.
