Die Taten von Ivan Milat – Rekonstruktion der Backpacker-Morde
Zwischen 1989 und 1992 verschwanden mehrere junge Reisende entlang der Fernstraße zwischen Sydney und Melbourne. Nachdem im abgelegenen Belanglo State Forest mehrere Leichen entdeckt worden waren, erkannten die Ermittler der New South Wales Police Force, dass ein Serienmörder für die Taten verantwortlich sein musste. Die Verurteilung von Ivan Milat basierte später auf einer Kombination aus Zeugenaussagen, ballistischen Gutachten, Tatortanalysen und persönlichen Gegenständen der Opfer, die sich in seinem Besitz befanden. Die folgenden Rekonstruktionen basieren auf den Erkenntnissen aus den Ermittlungen und der Gerichtsverhandlung.
Deborah Everist und James Gibson (1989)
Die beiden 19-jährigen Australier Deborah Everist und James Gibson machten sich am 24. Dezember 1989 per Anhalter von Sydney nach Melbourne auf den Weg. Ermittler gehen davon aus, dass sie entlang des Hume Highways von Ivan Milat aufgenommen wurden. Laut der Polizeirekonstruktion brachte Milat die beiden in den Belanglo State Forest. Dort wurden sie vermutlich zunächst gefesselt. Die Verletzungsmuster der Leichen deuten darauf hin, dass die beiden getrennt voneinander angegriffen wurden. James Gibson wurde mit mehreren Schüssen aus einer Waffe mit .22-Kaliber getötet. Deborah Everist wurde mit einem Messer angegriffen und mehrfach erstochen. Ihre sterblichen Überreste wurden erst im Oktober 1993 im Wald entdeckt. Die Leichen lagen teilweise unter Vegetation verborgen.
Joanne Walters und Caroline Clarke (1990)
Am 18. April 1990 verschwanden die britischen Touristinnen Joanne Walters und Caroline Clarke. Die beiden Backpackerinnen waren ebenfalls entlang des Hume Highways unterwegs. Im September 1992 entdeckte ein Orientierungsläufer im Belanglo State Forest menschliche Knochen. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich dabei um Walters und Clarke handelte. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergaben unterschiedliche Todesarten. Joanne Walters wurde mehrfach erstochen, Caroline Clarke erschossen. Die Leichen lagen in kurzer Entfernung voneinander, was darauf hindeutete, dass sie am selben Ort getötet worden waren. Dieser Fund war der erste Hinweis darauf, dass sich im Belanglo State Forest möglicherweise eine Serie von Backpacker-Morden ereignet hatte.
Simone Schmidl (1991)
Am 20. Januar 1991 verschwand die deutsche Studentin Simone Schmidl spurlos. Sie war allein unterwegs und wollte von Sydney nach Melbourne reisen. Zeugen sahen sie zuletzt, als sie entlang des Hume Highways trampte. Ermittler gehen davon aus, dass Milat sie dort aufnahm. Im November 1993 wurden ihre sterblichen Überreste im Belanglo State Forest entdeckt. Die forensische Untersuchung ergab, dass Schmidl mehrfach mit einem Messer attackiert worden war. Ihr Körper war im Wald versteckt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Ermittler bereits mehrere Leichen in derselben Region gefunden, was die Theorie eines Serienmörders bestätigte.
Gabor Neugebauer und Anja Habschied (1991)
Ende Dezember 1991 verschwanden die deutschen Backpacker Gabor Neugebauer (21) und Anja Habschied (20). Das Paar war gemeinsam unterwegs und wollte ebenfalls nach Melbourne reisen. Im November 1993 wurden ihre sterblichen Überreste im Belanglo State Forest entdeckt. Die Ermittlungen ergaben, dass Gabor Neugebauer durch mehrere Schüsse aus einer Waffe des Kalibers .22 getötet wurde. Anja Habschied wurde enthauptet. Ihr Schädel wurde erst Monate später in der Nähe des Tatorts gefunden. Dieser Mordfall gilt als einer der brutalsten der gesamten Serie.
Die überlebende Begegnung mit Milat
Ein entscheidender Durchbruch gelang durch den britischen Backpacker Paul Onions. Im Januar 1990 nahm er eine Mitfahrgelegenheit bei Ivan Milat an. Während der Fahrt zog Milat plötzlich eine Pistole und versuchte, ihn mit Seilen zu fesseln. Onions gelang es jedoch, aus dem Fahrzeug zu fliehen und vorbeifahrende Autofahrer zu stoppen. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet, doch Milat konnte damals noch nicht identifiziert werden. Erst Jahre später erkannte Onions Milat eindeutig wieder.
Zwischen 1989 und 1992 verschwanden mehrere junge Reisende entlang der Fernstraße zwischen Sydney und Melbourne. Nachdem im abgelegenen Belanglo State Forest mehrere Leichen entdeckt worden waren, erkannten die Ermittler der New South Wales Police Force, dass ein Serienmörder für die Taten verantwortlich sein musste. Die Verurteilung von Ivan Milat basierte später auf einer Kombination aus Zeugenaussagen, ballistischen Gutachten, Tatortanalysen und persönlichen Gegenständen der Opfer, die sich in seinem Besitz befanden. Die folgenden Rekonstruktionen basieren auf den Erkenntnissen aus den Ermittlungen und der Gerichtsverhandlung.
Deborah Everist und James Gibson (1989)
Die beiden 19-jährigen Australier Deborah Everist und James Gibson machten sich am 24. Dezember 1989 per Anhalter von Sydney nach Melbourne auf den Weg. Ermittler gehen davon aus, dass sie entlang des Hume Highways von Ivan Milat aufgenommen wurden. Laut der Polizeirekonstruktion brachte Milat die beiden in den Belanglo State Forest. Dort wurden sie vermutlich zunächst gefesselt. Die Verletzungsmuster der Leichen deuten darauf hin, dass die beiden getrennt voneinander angegriffen wurden. James Gibson wurde mit mehreren Schüssen aus einer Waffe mit .22-Kaliber getötet. Deborah Everist wurde mit einem Messer angegriffen und mehrfach erstochen. Ihre sterblichen Überreste wurden erst im Oktober 1993 im Wald entdeckt. Die Leichen lagen teilweise unter Vegetation verborgen.
Joanne Walters und Caroline Clarke (1990)
Am 18. April 1990 verschwanden die britischen Touristinnen Joanne Walters und Caroline Clarke. Die beiden Backpackerinnen waren ebenfalls entlang des Hume Highways unterwegs. Im September 1992 entdeckte ein Orientierungsläufer im Belanglo State Forest menschliche Knochen. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich dabei um Walters und Clarke handelte. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergaben unterschiedliche Todesarten. Joanne Walters wurde mehrfach erstochen, Caroline Clarke erschossen. Die Leichen lagen in kurzer Entfernung voneinander, was darauf hindeutete, dass sie am selben Ort getötet worden waren. Dieser Fund war der erste Hinweis darauf, dass sich im Belanglo State Forest möglicherweise eine Serie von Backpacker-Morden ereignet hatte.
Simone Schmidl (1991)
Am 20. Januar 1991 verschwand die deutsche Studentin Simone Schmidl spurlos. Sie war allein unterwegs und wollte von Sydney nach Melbourne reisen. Zeugen sahen sie zuletzt, als sie entlang des Hume Highways trampte. Ermittler gehen davon aus, dass Milat sie dort aufnahm. Im November 1993 wurden ihre sterblichen Überreste im Belanglo State Forest entdeckt. Die forensische Untersuchung ergab, dass Schmidl mehrfach mit einem Messer attackiert worden war. Ihr Körper war im Wald versteckt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Ermittler bereits mehrere Leichen in derselben Region gefunden, was die Theorie eines Serienmörders bestätigte.
Gabor Neugebauer und Anja Habschied (1991)
Ende Dezember 1991 verschwanden die deutschen Backpacker Gabor Neugebauer (21) und Anja Habschied (20). Das Paar war gemeinsam unterwegs und wollte ebenfalls nach Melbourne reisen. Im November 1993 wurden ihre sterblichen Überreste im Belanglo State Forest entdeckt. Die Ermittlungen ergaben, dass Gabor Neugebauer durch mehrere Schüsse aus einer Waffe des Kalibers .22 getötet wurde. Anja Habschied wurde enthauptet. Ihr Schädel wurde erst Monate später in der Nähe des Tatorts gefunden. Dieser Mordfall gilt als einer der brutalsten der gesamten Serie.
Die überlebende Begegnung mit Milat
Ein entscheidender Durchbruch gelang durch den britischen Backpacker Paul Onions. Im Januar 1990 nahm er eine Mitfahrgelegenheit bei Ivan Milat an. Während der Fahrt zog Milat plötzlich eine Pistole und versuchte, ihn mit Seilen zu fesseln. Onions gelang es jedoch, aus dem Fahrzeug zu fliehen und vorbeifahrende Autofahrer zu stoppen. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet, doch Milat konnte damals noch nicht identifiziert werden. Erst Jahre später erkannte Onions Milat eindeutig wieder.
