Die Mordserie von Eric Edgar Cooke – Chronologie seiner Angriffe
Ende der 1950er-Jahre begann in der australischen Stadt Perth eine Serie mysteriöser Gewaltverbrechen, die zunächst niemand miteinander in Verbindung brachte. Menschen wurden nachts aus dem Hinterhalt beschossen, Autos wurden plötzlich unter Feuer genommen, und mehrere Opfer starben unter scheinbar völlig unterschiedlichen Umständen. Die Polizei stand vor einem Rätsel. Die Taten wirkten chaotisch und ohne erkennbare Logik. Erst Jahre später stellte sich heraus, dass hinter all diesen Angriffen ein einziger Täter steckte: Eric Edgar Cooke.
Der Beginn der Gewalt (1958–1962)
Die ersten bekannten Gewalttaten von Cooke lassen sich auf das Jahr 1958 zurückführen. Zu dieser Zeit begann er, nachts mit einem Gewehr durch Perth und die umliegenden Vororte zu streifen. Seine Opfer wählte er völlig zufällig aus. Er schoss auf Menschen, die allein auf der Straße unterwegs waren, auf Fahrzeuge oder auf Häuser. Einige der Opfer überlebten mit schweren Verletzungen, andere entkamen nur knapp dem Tod. Zwischen 1958 und 1962 kam es immer wieder zu solchen Schussangriffen. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass es sich um verschiedene Täter handelte. Ein klares Muster war nicht erkennbar: Mal wurde ein Passant beschossen, mal ein Autofahrer, mal jemand in der Nähe seines Hauses. Genau diese Unberechenbarkeit machte es nahezu unmöglich, einen Zusammenhang zu erkennen. Während dieser Jahre beging Cooke außerdem eine enorme Serie von Eigentumsdelikten. Später stellte sich heraus, dass er für mehr als 250 Einbrüche verantwortlich war. Dabei stahl er häufig Waffen, die er später bei seinen Angriffen verwendete. Doch 1963 eskalierte die Gewalt.
Januar 1963 – der erste Mord
Am 26. Januar 1963 saß der 24-jährige Kenneth Eaton mit seiner Freundin in einem geparkten Auto in Perth. Plötzlich näherte sich ein Mann im Dunkeln und eröffnete das Feuer auf das Fahrzeug. Eine Kugel traf Eaton tödlich. Seine Freundin überlebte schwer traumatisiert. Der Täter verschwand in der Nacht. Nur wenige Tage später kam es zu einer weiteren tödlichen Tat.
Februar 1963 – zwei weitere Opfer
Am 3. Februar 1963 wurde die 18-jährige Rosemary Anderson nachts von einem Auto erfasst. Die junge Frau erlag ihren Verletzungen. Der Vorfall wurde zunächst als tragischer Verkehrsunfall eingeordnet. Bereits am nächsten Tag, dem 4. Februar 1963, beging Cooke einen der brutalsten Angriffe seiner Serie. Während eines nächtlichen Einbruchs in ein Haus wurden die Bewohner Gwynne Evans (24) und Peter Walker (28) durch Geräusche geweckt. Als sie nachsehen wollten, trafen sie auf den Eindringling. Cooke reagierte sofort und schoss auf beide Männer. Evans und Walker starben noch am Tatort. Für diese Morde wurden zunächst andere Männer verantwortlich gemacht. Sogar der gehörlose Darryl Beamish wurde verurteilt – ein schwerer Justizirrtum, der erst Jahre später korrigiert wurde.
Sommer 1963 – weitere tödliche Angriffe
Die Gewaltserie setzte sich im Laufe des Jahres fort. So schoss Cooke am 4. Juli 1963 auf ein Auto mit mehreren jungen Männern. Dabei wurde der 22-jährige Geoffrey Barton tödlich getroffen. Nur wenige Wochen später, am 13. Juli 1963, starb eine weitere junge Frau unter mysteriösen Umständen. Die 18-jährige Shirley McLeod wurde von einem Auto überfahren. Auch dieser Fall wurde zunächst als Unfall eingestuft. Am 27. August 1963 schlug Cooke erneut zu. Der 32-jährige Melville Croft schlief auf der Veranda seines Hauses, als sich Cooke näherte und ihm aus nächster Nähe in den Kopf schoss. Nur wenige Wochen später folgte ein weiterer Mord.
September 1963 – das letzte Opfer
Am 18. September 1963 schlief der 18-jährige John Lindsay Sturkey in einem geparkten Auto. Cooke entdeckte den Jugendlichen, öffnete die Tür des Fahrzeugs und stach mehrfach mit einem Messer auf ihn ein. Sturkey erlag seinen schweren Verletzungen. Zu diesem Zeitpunkt lebte die Stadt bereits in großer Angst. Die Polizei wusste jedoch immer noch nicht, dass ein einzelner Täter hinter all diesen Verbrechen steckte.
Die Serie von Einbrüchen endete schließlich am 1. August 1963, als Cooke nach einem Einbruch festgenommen wurde. Ermittler stellten fest, dass mehrere bei verschiedenen Tatorten verwendete Schusswaffen mit ihm in Verbindung standen. Ballistische Untersuchungen brachten mehrere bisher ungeklärte Verbrechen miteinander in Zusammenhang. Während der Verhöre begann Cooke überraschend offen zu sprechen. Schritt für Schritt gestand er eine lange Liste von Straftaten, darunter mehrere Morde und zahlreiche Schussangriffe.
Bilanz der Mordserie
Nach heutigen Erkenntnissen wird Eric Edgar Cooke für:
• 8 bestätigte Morde
• mehrere versuchte Morde
• zahlreiche Schussangriffe
• über 250 Einbrüche
verantwortlich gemacht. Seine Opfer waren nahezu immer zufällig ausgewählt. Gerade diese fehlende Logik machte es besonders schwer, seine Mordserie aufzuklären.
Ein Serienmörder ohne Muster
Bis heute betrachten Kriminologen Cooke als einen der ungewöhnlichsten Serienmörder Australiens. Während viele Serienmörder ein klares Opferprofil haben, griff Cooke völlig wahllos an. Männer und Frauen, junge Menschen und Erwachsene – jeder konnte sein Ziel werden. Aufgrund dieser extremen Unberechenbarkeit vermutete die Polizei jahrelang keinen Serienmörder, obwohl alle Taten von derselben Person begangen wurden. Erst nach seiner Festnahme wurde das ganze Ausmaß der Gewaltserie sichtbar.
Ende der 1950er-Jahre begann in der australischen Stadt Perth eine Serie mysteriöser Gewaltverbrechen, die zunächst niemand miteinander in Verbindung brachte. Menschen wurden nachts aus dem Hinterhalt beschossen, Autos wurden plötzlich unter Feuer genommen, und mehrere Opfer starben unter scheinbar völlig unterschiedlichen Umständen. Die Polizei stand vor einem Rätsel. Die Taten wirkten chaotisch und ohne erkennbare Logik. Erst Jahre später stellte sich heraus, dass hinter all diesen Angriffen ein einziger Täter steckte: Eric Edgar Cooke.
Der Beginn der Gewalt (1958–1962)
Die ersten bekannten Gewalttaten von Cooke lassen sich auf das Jahr 1958 zurückführen. Zu dieser Zeit begann er, nachts mit einem Gewehr durch Perth und die umliegenden Vororte zu streifen. Seine Opfer wählte er völlig zufällig aus. Er schoss auf Menschen, die allein auf der Straße unterwegs waren, auf Fahrzeuge oder auf Häuser. Einige der Opfer überlebten mit schweren Verletzungen, andere entkamen nur knapp dem Tod. Zwischen 1958 und 1962 kam es immer wieder zu solchen Schussangriffen. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass es sich um verschiedene Täter handelte. Ein klares Muster war nicht erkennbar: Mal wurde ein Passant beschossen, mal ein Autofahrer, mal jemand in der Nähe seines Hauses. Genau diese Unberechenbarkeit machte es nahezu unmöglich, einen Zusammenhang zu erkennen. Während dieser Jahre beging Cooke außerdem eine enorme Serie von Eigentumsdelikten. Später stellte sich heraus, dass er für mehr als 250 Einbrüche verantwortlich war. Dabei stahl er häufig Waffen, die er später bei seinen Angriffen verwendete. Doch 1963 eskalierte die Gewalt.
Januar 1963 – der erste Mord
Am 26. Januar 1963 saß der 24-jährige Kenneth Eaton mit seiner Freundin in einem geparkten Auto in Perth. Plötzlich näherte sich ein Mann im Dunkeln und eröffnete das Feuer auf das Fahrzeug. Eine Kugel traf Eaton tödlich. Seine Freundin überlebte schwer traumatisiert. Der Täter verschwand in der Nacht. Nur wenige Tage später kam es zu einer weiteren tödlichen Tat.
Februar 1963 – zwei weitere Opfer
Am 3. Februar 1963 wurde die 18-jährige Rosemary Anderson nachts von einem Auto erfasst. Die junge Frau erlag ihren Verletzungen. Der Vorfall wurde zunächst als tragischer Verkehrsunfall eingeordnet. Bereits am nächsten Tag, dem 4. Februar 1963, beging Cooke einen der brutalsten Angriffe seiner Serie. Während eines nächtlichen Einbruchs in ein Haus wurden die Bewohner Gwynne Evans (24) und Peter Walker (28) durch Geräusche geweckt. Als sie nachsehen wollten, trafen sie auf den Eindringling. Cooke reagierte sofort und schoss auf beide Männer. Evans und Walker starben noch am Tatort. Für diese Morde wurden zunächst andere Männer verantwortlich gemacht. Sogar der gehörlose Darryl Beamish wurde verurteilt – ein schwerer Justizirrtum, der erst Jahre später korrigiert wurde.
Sommer 1963 – weitere tödliche Angriffe
Die Gewaltserie setzte sich im Laufe des Jahres fort. So schoss Cooke am 4. Juli 1963 auf ein Auto mit mehreren jungen Männern. Dabei wurde der 22-jährige Geoffrey Barton tödlich getroffen. Nur wenige Wochen später, am 13. Juli 1963, starb eine weitere junge Frau unter mysteriösen Umständen. Die 18-jährige Shirley McLeod wurde von einem Auto überfahren. Auch dieser Fall wurde zunächst als Unfall eingestuft. Am 27. August 1963 schlug Cooke erneut zu. Der 32-jährige Melville Croft schlief auf der Veranda seines Hauses, als sich Cooke näherte und ihm aus nächster Nähe in den Kopf schoss. Nur wenige Wochen später folgte ein weiterer Mord.
September 1963 – das letzte Opfer
Am 18. September 1963 schlief der 18-jährige John Lindsay Sturkey in einem geparkten Auto. Cooke entdeckte den Jugendlichen, öffnete die Tür des Fahrzeugs und stach mehrfach mit einem Messer auf ihn ein. Sturkey erlag seinen schweren Verletzungen. Zu diesem Zeitpunkt lebte die Stadt bereits in großer Angst. Die Polizei wusste jedoch immer noch nicht, dass ein einzelner Täter hinter all diesen Verbrechen steckte.
Die Serie von Einbrüchen endete schließlich am 1. August 1963, als Cooke nach einem Einbruch festgenommen wurde. Ermittler stellten fest, dass mehrere bei verschiedenen Tatorten verwendete Schusswaffen mit ihm in Verbindung standen. Ballistische Untersuchungen brachten mehrere bisher ungeklärte Verbrechen miteinander in Zusammenhang. Während der Verhöre begann Cooke überraschend offen zu sprechen. Schritt für Schritt gestand er eine lange Liste von Straftaten, darunter mehrere Morde und zahlreiche Schussangriffe.
Bilanz der Mordserie
Nach heutigen Erkenntnissen wird Eric Edgar Cooke für:
• 8 bestätigte Morde
• mehrere versuchte Morde
• zahlreiche Schussangriffe
• über 250 Einbrüche
verantwortlich gemacht. Seine Opfer waren nahezu immer zufällig ausgewählt. Gerade diese fehlende Logik machte es besonders schwer, seine Mordserie aufzuklären.
Ein Serienmörder ohne Muster
Bis heute betrachten Kriminologen Cooke als einen der ungewöhnlichsten Serienmörder Australiens. Während viele Serienmörder ein klares Opferprofil haben, griff Cooke völlig wahllos an. Männer und Frauen, junge Menschen und Erwachsene – jeder konnte sein Ziel werden. Aufgrund dieser extremen Unberechenbarkeit vermutete die Polizei jahrelang keinen Serienmörder, obwohl alle Taten von derselben Person begangen wurden. Erst nach seiner Festnahme wurde das ganze Ausmaß der Gewaltserie sichtbar.
