SERIENKILLER

Tatzeitraum & Opfer

Aktiv von 1987
Bis 1987
Bestätigte Opfer 3
Aktionsradius Texas, USA
Opfergruppen Frauen

Modus Operandi & Motive

Modus Operandi Entführung, sexueller Übergriff, Tötung durch Messerangriffe (teils kombiniert mit Würgen)
Hauptmotive Sexuell motivierte Gewalt, Macht- und Kontrollverhalten

Rechtliches

Festnahmejahr 1988
Urteil Todesurteil, vollstreckt durch Giftspritze
Hinrichtungsjahr 1998
Bild 1
Zu diesem Täter gibt es leider kein gemeinfreies Foto.


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Daniel Lee Corwin
Daniel Lee Corwin wurde am 13. September 1958 in Orange County, Kalifornien, geboren. Nach außen hin führte er zunächst kein Leben, das unmittelbar auf die spätere Brutalität hindeutete. Doch bereits als Jugendlicher zeigte er eine extreme Gewaltbereitschaft.

Im Jahr 1975, als Corwin noch Schüler war, entführte er eine Mitschülerin vom Parkplatz seiner Highschool. Er zwang sie mit einem Messer in sein Fahrzeug, fuhr mit ihr an einen abgelegenen Ort, vergewaltigte sie und fügte ihr dabei schwere Stichverletzungen, darunter einen Schnitt an der Kehle, zu. Das Mädchen überlebte schwer verletzt. Corwin wurde wegen Entführung, Vergewaltigung und versuchten Mordes zu 40 Jahren Haft verurteilt. Dennoch kam er nach rund neun Jahren vorzeitig frei. Nach seiner Entlassung zog er nach Texas. Dort eskalierte seine Gewalt erneut, diesmal mit tödlichen Folgen.

Am 13. Februar 1987 verschwand die 72-jährige Alice Martin aus Normangee in Texas. Sie war zu einem Spaziergang aufgebrochen. Corwin entführte sie, brachte sie auf ein Feld in Robertson County, vergewaltigte sie, würgte sie und stach schließlich auf sie ein. Ihre Leiche wurde am nächsten Tag gefunden.

Nur wenige Monate später, am 10. Juli 1987, griff Corwin erneut zu. Debra Lynn Ewing, 26 Jahre alt, wurde am Rande eines Versicherungsbüros in Huntsville entführt. Auch sie wurde in ein abgelegenes Gebiet im Montgomery County gebracht, wo sie vergewaltigt und erstochen wurde.

Am 31. Oktober 1987 kam es zu einem weiteren Angriff. Mary Carrell Risinger, 36 Jahre alt, traf Corwin an einer Autowaschanlage in Huntsville. Er zwang sie in sein Auto und schnitt ihr die Kehle durch. Auch in diesem Fall wurde sexuelle Gewalt festgestellt. Corwin gestand später diesen Mord.

Seine Serie endete erst, als eines seiner Opfer überlebte. Ende Oktober 1988 entführte er die 21-jährige Wendy Gant von der Texas A&M University. Er brachte sie in ein abgelegenes Gebiet und griff sie brutal an. Trotz schwerer Verletzungen gelang es ihr, zu fliehen. Sie lieferte der Polizei eine detaillierte Beschreibung ihres Angreifers. Ein Gefängnisbeamter erkannte Corwin anhand eines Phantombildes wieder. Ein Fingerabdruck an Gants Fahrzeug bestätigte den Verdacht. Corwin wurde festgenommen.

Im März 1990 musste er sich in Montgomery County vor Gericht verantworten. Neben Zeugenaussagen wurden forensische Spuren, darunter Haaranalysen, sowie Corwins eigene Geständnisse vorgelegt. Am 17. März 1990 verurteilte die Jury ihn wegen dreifachen Kapitalmordes. Nach kurzer Beratung empfahlen die Geschworenen die Todesstrafe. Am 7. Dezember 1998 wurde Daniel Lee Corwin im Huntsville Unit in Texas durch eine letale Injektion hingerichtet. Er war 40 Jahre alt.

Gerichtlich bestätigt wurden drei Morde aus dem Jahr 1987, hinzu kamen überlebende Opfer, deren Aussagen maßgeblich zur Verurteilung beitrugen. Corwins Fall gilt als einer der frühen Prozesse in Texas, bei denen mehrere Taten unter dem rechtlichen Rahmen eines Serienmordes zusammengeführt wurden.

Was mit einer brutalen Tat im Teenageralter begann, endete mehr als zwei Jahrzehnte später im Todestrakt von Huntsville, nachdem Corwin eine Serie von Entführungen, Vergewaltigungen und Morden begangen hatte, die nur deshalb gestoppt wurde, weil ein Opfer überlebte.


Weitere dokumentierte Hinweise

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Die Opfer und gerichtliche Beweisanalyse

Als Daniel Lee Corwin 1975 erstmals verurteilt wurde, war er noch ein Teenager. Er hatte eine Mitschülerin entführt, vergewaltigt und mit einem Messer schwer verletzt, unter anderem mit einem Schnitt in die Kehle. Das Opfer überlebte. Corwin erhielt eine Haftstrafe von 40 Jahren wegen Entführung, Vergewaltigung und versuchten Mordes, wurde jedoch nach rund neun Jahren vorzeitig entlassen. Diese frühe Tat markierte den Beginn einer Gewaltbiografie, die sich nach seiner Freilassung fortsetzen sollte.

Die chronologische Abfolge der später gerichtlich relevanten Taten beginnt im Jahr 1987 in Texas.

Am 13. Februar 1987 verschwand die 72-jährige Alice Martin aus Normangee in Texas spurlos. Sie war zu Fuß unterwegs, als Corwin sie entführte. Er brachte sie in ein abgelegenes Gebiet im Robertson County. Dort vergewaltigte er sie, würgte sie und erstach sie. Ihre Leiche wurde am folgenden Tag entdeckt. Dieser Mord wurde später Teil der Kapitalanklage.

Am 10. Juli 1987 wurde Debra Lynn Ewing, 26 Jahre alt, Opfer einer Tat. Sie wurde in Huntsville, Texas, in unmittelbarer Nähe ihres Arbeitsplatzes entführt. Corwin brachte sie nach Montgomery County. Dort missbrauchte er sie sexuell und erstach sie. Auch dieser Mord wurde später in der Anklage berücksichtigt.

Am 31. Oktober 1987 griff Corwin erneut an. Mary Carrell Risinger (36) begegnete ihm an einer Autowaschanlage in Huntsville. Er zwang sie in sein Fahrzeug. Sie wurde sexuell attackiert und tödlich verletzt. Ihr Tod wurde später in den Kapitalmordprozess aufgenommen.

Die Mordserie endete erst, als eines der Opfer überlebte. Ende Oktober 1988 entführte Corwin die 21-jährige Wendy Gant vom Campus der Texas A&M University. Er brachte sie in ein abgelegenes Gebiet und griff sie brutal an. Trotz schwerer Verletzungen gelang es ihr, zu entkommen. Ihre Aussage war entscheidend für die Identifizierung des Täters. Sie konnte eine detaillierte Beschreibung liefern, auf deren Grundlage ein Phantombild erstellt wurde.

Ein Gefängnisbeamter erkannte Corwin anhand dieses Bildes wieder. Im Rahmen der kriminaltechnischen Untersuchung wurde ein Fingerabdruck Corwins an Gants Fahrzeug gesichert. Diese forensische Spur stellte eine direkte Verbindung zwischen Täter und Tat her. Nach seiner Festnahme legte Corwin Geständnisse zu mehreren Taten ab.

Im März 1990 begann in Montgomery County, Texas, der Kapitalmordprozess. Die Anklage stützte sich auf mehrere Beweisarten: Zeugenaussagen überlebender Opfer, insbesondere von Wendy Gant, forensische Spuren wie Fingerabdrücke, Haaranalysen, die Corwin mit den Tatorten in Verbindung brachten, sowie seine eigenen belastenden Aussagen. Zusätzlich wurden Bewegungsprofile und Zeugenaussagen präsentiert, die Corwin zum Zeitpunkt der jeweiligen Taten in die Nähe der Tatorte brachten.

Die Verteidigung konnte die forensischen Beweise nicht entkräften. Besonders schwer wog die direkte Spur am Fahrzeug von Wendy Gant.
Anders als bei vielen Indizienprozessen früherer Jahrzehnte beruhte dieser Fall nicht ausschließlich auf einer Indizienkette, sondern es gab eine eindeutige physische Verbindung zwischen Täter und Tat.

Corwin wurde am 17. März 1990 wegen dreifachen Kapitalmordes verurteilt. Die Jury sprach nach kurzer Beratung die Todesstrafe aus. Bei der Festlegung des Strafmaßes wurden frühere Straftaten – insbesondere die Entführung und versuchte Ermordung einer Mitschülerin im Jahr 1975 – berücksichtigt und unterstrichen das fortgesetzte Gewaltmuster.

Nachdem mehrere Rechtsmittel erfolglos geblieben waren, wurde Daniel Lee Corwin am 7. Dezember 1998 im Huntsville Unit in Texas durch eine letale Injektion hingerichtet.

Gerichtlich bestätigt wurden drei Morde aus dem Jahr 1987 sowie mehrere schwere Gewaltverbrechen, bei denen die Opfer überlebten. Die Beweisführung kombinierte Zeugenaussagen, forensische Spuren und Geständnisse. Für die Aufklärung entscheidend war, dass ein Opfer überlebte und somit eine konkrete Identifizierung möglich wurde.

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Tatmotive und Modus Operandi
Gerichtlich wurde weder ein ideologisches noch ein finanzielles Motiv festgestellt. Die Taten von Daniel Lee Corwin waren jedoch eindeutig von sexueller Gewalt geprägt. In allen bestätigten Mordfällen kam es vor oder während der Taten zu sexuellen Übergriffen. Das Gericht stellte ein wiederkehrendes Muster fest, das auf Kontrolle, Dominanz und Macht über die Opfer ausgerichtet war. Bereits Jahre zuvor hatte Corwin eine Mitschülerin entführt, vergewaltigt und beinahe getötet – ein früher Hinweis auf eine gewaltgeprägte, sexuell motivierte Tatdynamik. Die späteren Morde zeigten eine deutliche Eskalation dieser Gewalt.

Sein Modus Operandi folgte einem klar erkennbaren Ablauf. Er suchte alleinstehende Frauen im öffentlichen Raum aus, beispielsweise in der Nähe von Parkplätzen, Arbeitsstätten oder auf dem Campus der Texas A&M University. Er sprach sie an oder überwältigte sie, zwang sie in sein Fahrzeug und brachte sie in abgelegene, ländliche Gebiete. Dort kam es zu sexuellen Übergriffen. Die Tötungen erfolgten überwiegend durch Messerstiche, teils kombiniert mit Würgen. Anschließend ließ er die Opfer an abgelegenen Orten zurück.

Dieses Muster wiederholte sich 1987 bei den drei gerichtlich bestätigten Mordfällen. Die Serie endete erst, als ein weiteres Opfer schwer verletzt entkommen konnte und so eine Identifizierung des Täters möglich wurde.

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