Die Tatabläufe
Hinweis: Die folgende Darstellung basiert ausschließlich auf gerichtlich belegten Fakten und Ermittlungsakten. Die Atmosphäre dient der narrativen Verdichtung und enthält keine spekulativen Elemente.
29. Dezember 1977 – Der erste Schuss
Es ist ein kühler Winterabend in Sacramento. Ambrose Griffin, 51 Jahre alt, sitzt in seinem Auto. Es gibt keinen Streit, keinen Verdacht und keinen Anlass zur Sorge. Richard Trenton Chase tritt an die Straße. In seinen Händen hält er ein Gewehr im Kaliber .22. Ohne Vorwarnung feuert er. Griffin stirbt durch den Schuss. Die Tat wirkt willkürlich. Die Ermittler finden kein persönliches Motiv und keine Verbindung zwischen Täter und Opfer. Es ist ein Mord ohne Vorgeschichte, ein erster, stiller Bruch in der Normalität der Stadt.
23. Januar 1978 – Das Haus in der Stille
Vier Wochen später. Chase betritt ein Wohnhaus. Die Tür ist nicht verschlossen. Er wird später erklären, dass eine offene Tür für ihn eine Einladung sei. Im Inneren befindet sich die 22-jährige Teresa Wallin. Er erschießt sie. Was folgt, geht aus den Gerichtsakten hervor: postmortale sexuelle Handlungen, massive Verstümmelungen und eine Blutentnahme. Ermittler dokumentieren zudem, dass Chase das Blut der Toten konsumierte. Der Tatort ist von extremer Gewalt geprägt. Für die Polizei wird klar: Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Täter. Das Verbrechen trägt eine verstörende, ritualisierte Komponente.
27. Januar 1978 – Vier Leben in einem Haus
Nur vier Tage später. Ein weiteres Wohnhaus, erneut eine unverschlossene Tür. Im Haus befinden sich Evelyn Miroth (38), Daniel Meredith (51), Jason Miroth (6) und David Ferreira (22 Monate). Zunächst schießt Chase auf Meredith. Dann tötet er Evelyn Miroth. Auch die beiden Kinder überleben den Angriff nicht. Die Brutalität setzt sich fort. Ermittlungsberichte belegen weitere Verstümmelungen und Blutentnahmen. Während der Tat klingelt ein Nachbar am Haus. Kurz darauf flieht Chase durch die Hintertür. Als die Polizei eintrifft, bietet sich den Beamten ein Bild, das selbst erfahrene Ermittler erschüttert. Sacramento befindet sich nun im Ausnahmezustand. Es gibt Spuren, die zum Täter führen. Am Tatort sichern Ermittler Fingerabdrücke. Sie führen direkt zu Richard Trenton Chase, der bereits polizeibekannt ist – aufgrund früherer Vorfälle und psychischer Auffälligkeiten.
Er wird am 27. Januar 1978 in seiner Wohnung festgenommen. Die Beamten finden dort blutverschmierte Kleidung, Waffen, Tierkadaver und Hinweise auf Blutkonsum. Die Beweislage ist eindeutig.
Muster der Tatserie
Die Tatabläufe weisen klare Gemeinsamkeiten auf. Dazu gehören eine zufällige Opferauswahl, das Eindringen durch unverschlossene Türen, der Gebrauch von Schusswaffen, postmortale Verstümmelung, die Entnahme von Blut und dessen Konsum. Laut psychiatrischen Gutachten standen seine Handlungen im Zusammenhang mit einer diagnostizierten paranoiden Schizophrenie. Chase glaubte, sein eigenes Blut vergehe und nur frisches Blut könne ihn retten.
Eine Stadt in Angst
Zwischen dem ersten Schuss im Dezember 1977 und seiner Festnahme im Januar 1978 liegen nur wenige Wochen. In dieser kurzen Zeit hinterlässt Richard Trenton Chase jedoch sechs Tote und eine Stadt, die beginnt, ihre Türen zu verschließen. Der Fall zählt heute zu den bekanntesten Beispielen schwerer psychotischer Gewaltkriminalität in den USA. Chase starb 1980 im California Medical Facility durch eine Überdosis verschriebener Medikamente. Sein Tod wird als Suizid eingestuft.
Hinweis: Die folgende Darstellung basiert ausschließlich auf gerichtlich belegten Fakten und Ermittlungsakten. Die Atmosphäre dient der narrativen Verdichtung und enthält keine spekulativen Elemente.
29. Dezember 1977 – Der erste Schuss
Es ist ein kühler Winterabend in Sacramento. Ambrose Griffin, 51 Jahre alt, sitzt in seinem Auto. Es gibt keinen Streit, keinen Verdacht und keinen Anlass zur Sorge. Richard Trenton Chase tritt an die Straße. In seinen Händen hält er ein Gewehr im Kaliber .22. Ohne Vorwarnung feuert er. Griffin stirbt durch den Schuss. Die Tat wirkt willkürlich. Die Ermittler finden kein persönliches Motiv und keine Verbindung zwischen Täter und Opfer. Es ist ein Mord ohne Vorgeschichte, ein erster, stiller Bruch in der Normalität der Stadt.
23. Januar 1978 – Das Haus in der Stille
Vier Wochen später. Chase betritt ein Wohnhaus. Die Tür ist nicht verschlossen. Er wird später erklären, dass eine offene Tür für ihn eine Einladung sei. Im Inneren befindet sich die 22-jährige Teresa Wallin. Er erschießt sie. Was folgt, geht aus den Gerichtsakten hervor: postmortale sexuelle Handlungen, massive Verstümmelungen und eine Blutentnahme. Ermittler dokumentieren zudem, dass Chase das Blut der Toten konsumierte. Der Tatort ist von extremer Gewalt geprägt. Für die Polizei wird klar: Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Täter. Das Verbrechen trägt eine verstörende, ritualisierte Komponente.
27. Januar 1978 – Vier Leben in einem Haus
Nur vier Tage später. Ein weiteres Wohnhaus, erneut eine unverschlossene Tür. Im Haus befinden sich Evelyn Miroth (38), Daniel Meredith (51), Jason Miroth (6) und David Ferreira (22 Monate). Zunächst schießt Chase auf Meredith. Dann tötet er Evelyn Miroth. Auch die beiden Kinder überleben den Angriff nicht. Die Brutalität setzt sich fort. Ermittlungsberichte belegen weitere Verstümmelungen und Blutentnahmen. Während der Tat klingelt ein Nachbar am Haus. Kurz darauf flieht Chase durch die Hintertür. Als die Polizei eintrifft, bietet sich den Beamten ein Bild, das selbst erfahrene Ermittler erschüttert. Sacramento befindet sich nun im Ausnahmezustand. Es gibt Spuren, die zum Täter führen. Am Tatort sichern Ermittler Fingerabdrücke. Sie führen direkt zu Richard Trenton Chase, der bereits polizeibekannt ist – aufgrund früherer Vorfälle und psychischer Auffälligkeiten.
Er wird am 27. Januar 1978 in seiner Wohnung festgenommen. Die Beamten finden dort blutverschmierte Kleidung, Waffen, Tierkadaver und Hinweise auf Blutkonsum. Die Beweislage ist eindeutig.
Muster der Tatserie
Die Tatabläufe weisen klare Gemeinsamkeiten auf. Dazu gehören eine zufällige Opferauswahl, das Eindringen durch unverschlossene Türen, der Gebrauch von Schusswaffen, postmortale Verstümmelung, die Entnahme von Blut und dessen Konsum. Laut psychiatrischen Gutachten standen seine Handlungen im Zusammenhang mit einer diagnostizierten paranoiden Schizophrenie. Chase glaubte, sein eigenes Blut vergehe und nur frisches Blut könne ihn retten.
Eine Stadt in Angst
Zwischen dem ersten Schuss im Dezember 1977 und seiner Festnahme im Januar 1978 liegen nur wenige Wochen. In dieser kurzen Zeit hinterlässt Richard Trenton Chase jedoch sechs Tote und eine Stadt, die beginnt, ihre Türen zu verschließen. Der Fall zählt heute zu den bekanntesten Beispielen schwerer psychotischer Gewaltkriminalität in den USA. Chase starb 1980 im California Medical Facility durch eine Überdosis verschriebener Medikamente. Sein Tod wird als Suizid eingestuft.
