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Dean Carter
Dean Phillip Carter (* 30. August 1955 in Nome, Alaska) ist ein US-amerikanischer Serienmörder und Vergewaltiger. Im Frühjahr 1984 hinterließ er innerhalb weniger Tage eine blutige Spur der Gewalt in Kalifornien. Seit 1985 sitzt er im Todestrakt des San Quentin State Prison.
Dean Carter wuchs in einer schwierigen familiären Situation auf. Seine Mutter war Halb-Eskimo, sein Vater ist unbekannt. Die frühen Jahre verbrachte er überwiegend in Pflegeeinrichtungen. Bereits im Alter von zwölf Jahren geriet er erstmals mit dem Gesetz in Konflikt und saß später als Jugendlicher und auch als Erwachsener wegen Einbruchs, Autodiebstahls und anderer Delikte mehrfach im Gefängnis.
Während einer Haftzeit in Alaska ließ er sich zum Fernseh- und Videotechniker ausbilden und arbeitete nach seiner Entlassung als freiberuflicher Kameramann. Eine Tätigkeit, die ihm zunächst ein normales Leben zu ermöglichen schien. Anfang der 1980er-Jahre zog er nach Kalifornien, um sein Glück als Kameramann zu versuchen.
Die Mordserie von April 1984
Im Frühjahr 1984 eskalierte Carters Gewalt. Zwischen dem 10. und dem 14. April 1984 folterte, vergewaltigte und ermordete er mehrere Frauen, die er meist aus seinem Bekannten- oder Freundeskreis kannte oder mit denen er in engem Kontakt gestanden hatte. Sein Vorgehen war brutal, kalkuliert und wiederholte sich in ähnlicher Form. Er lauerte den Frauen in ihren Wohnungen auf oder griff sie in ihren eigenen Räumen an. Er bedrohte sie mit einem Messer und fesselte sie teilweise an Händen und Füßen. Sexueller Missbrauch vor dem Tod. Die Tötung erfolgte durch Strangulation oder andere Gewaltmittel. Die Leichen wurden in Wandschränken versteckt, damit sie nicht sofort entdeckt wurden. Er stahl persönliche Gegenstände und die Autos der Opfer und ließ sie später an anderen Orten zurück.
Die Opfer
Carters Opfer waren zumeist junge Frauen, deren Leben auf grausame Weise beendet wurde.
Jillette Mills, 25, wurde am 12. April 1984 tot in einer Wohnung in Los Angeles aufgefunden. Sie war stranguliert worden.
Susan Knoll (33), ebenfalls am 12. April 1984 tot in derselben Wohnung aufgefunden, ebenfalls stranguliert.
Bonnie Guthrie (24), am 12. April 1984 tot in ihrer Wohnung in Los Angeles aufgefunden.
Tok Chum Kim (38) wurde am 13. April 1984 gefunden; sie war verstümmelt, sodass die genaue Todesursache nicht eindeutig feststellbar war.
Janette Cullins (24), am 14. April 1984 tot in San Diego aufgefunden, ebenfalls stranguliert.
Diese Opferliste basiert auf dokumentierten Fundorten und Todesursachen sowie den Urteilen in den anschließenden Prozessen.
Festnahme und Beweisaufnahme
Am 17. April 1984 wurde Carter auf der Interstate 40 in Arizona von einem Highway-Officer kontrolliert, da er auffällig gefahren war. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Beamten persönliche Gegenstände seiner Opfer, Messer und weitere Hinweise, die ihn eindeutig mit mehreren Verbrechen in Verbindung brachten. Zudem stellte sich das Fahrzeug als das einer seiner Getöteten heraus.
Während der Gerichtsverfahren konnte das Oberste Gericht von Kalifornien DNA-Spuren nachweisen, darunter Sperma von drei Mordopfern sowie blutige Handabdrücke, die Carter direkt mit einzelnen Tatorten in Verbindung brachten. Ein Überwachungsvideo zeigte ihn außerdem beim Abheben von Geld vom Konto eines Opfers.
Verurteilung und Haft
Carter wurde wegen vierfachen Mordes, mehrerer Vergewaltigungen und anderer Delikte zum Tode verurteilt. Ein weiterer Fall wurde fallengelassen, da die Todesstrafe bereits ausgesprochen worden war. Es besteht jedoch der begründete Verdacht, dass er noch weitere Verbrechen begangen haben könnte.
Seit 1985 sitzt er im Todestrakt von San Quentin in Kalifornien und wartet auf die Vollstreckung seines Urteils. Während dieser Zeit veröffentlichte er Kolumnen über das Leben im Todestrakt und seine Sicht auf das Justizsystem in einem Blog, der von einem Freund betrieben wird, obwohl er weiterhin seine Unschuld beteuerte.
Dean Carter ist ein Beispiel für einen Täter, dessen Gewaltexplosion innerhalb kurzer Zeit mehrere Leben zerstörte. Seine Taten im April 1984 in Kalifornien hinterließen nicht nur bei den Familien der Opfer tiefe Spuren, sondern prägten auch das Bewusstsein der Ermittler. Sie hatten es mit einem Mann zu tun, dessen äußere Erscheinung und Beruf zunächst wenig Verdacht erweckten, dessen wahre Natur aber in einer Serie grausamer Verbrechen offenbar wurde.