SERIENKILLER

Tatzeitraum & Opfer

Aktiv von 1984
Bis 1984
Bestätigte Opfer 5
Aktionsradius Kalifornien
Opfergruppen Frauen

Modus Operandi & Motive

Modus Operandi Strangulation oder andere Gewaltmittel
Hauptmotive Sexuelle Motive, Macht, Kontrolle

Rechtliches

Festnahmejahr 1984
Urteil Todesstrafe
Haftform Todeszelle
Bild 1
Bild: Dean Carter, CDCR-Gefängnisfoto (Public Domain) – Quelle: Picryl / Wikimedia Commons.


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Dean Carter
Dean Phillip Carter (* 30. August 1955 in Nome, Alaska) ist ein US-amerikanischer Serienmörder und Vergewaltiger. Im Frühjahr 1984 hinterließ er innerhalb weniger Tage eine blutige Spur der Gewalt in Kalifornien. Seit 1985 sitzt er im Todestrakt des San Quentin State Prison.

Dean Carter wuchs in einer schwierigen familiären Situation auf. Seine Mutter war Halb-Eskimo, sein Vater ist unbekannt. Die frühen Jahre verbrachte er überwiegend in Pflegeeinrichtungen. Bereits im Alter von zwölf Jahren geriet er erstmals mit dem Gesetz in Konflikt und saß später als Jugendlicher und auch als Erwachsener wegen Einbruchs, Autodiebstahls und anderer Delikte mehrfach im Gefängnis.

Während einer Haftzeit in Alaska ließ er sich zum Fernseh- und Videotechniker ausbilden und arbeitete nach seiner Entlassung als freiberuflicher Kameramann. Eine Tätigkeit, die ihm zunächst ein normales Leben zu ermöglichen schien. Anfang der 1980er-Jahre zog er nach Kalifornien, um sein Glück als Kameramann zu versuchen.

Die Mordserie von April 1984
Im Frühjahr 1984 eskalierte Carters Gewalt. Zwischen dem 10. und dem 14. April 1984 folterte, vergewaltigte und ermordete er mehrere Frauen, die er meist aus seinem Bekannten- oder Freundeskreis kannte oder mit denen er in engem Kontakt gestanden hatte. Sein Vorgehen war brutal, kalkuliert und wiederholte sich in ähnlicher Form. Er lauerte den Frauen in ihren Wohnungen auf oder griff sie in ihren eigenen Räumen an. Er bedrohte sie mit einem Messer und fesselte sie teilweise an Händen und Füßen. Sexueller Missbrauch vor dem Tod. Die Tötung erfolgte durch Strangulation oder andere Gewaltmittel. Die Leichen wurden in Wandschränken versteckt, damit sie nicht sofort entdeckt wurden. Er stahl persönliche Gegenstände und die Autos der Opfer und ließ sie später an anderen Orten zurück.

Die Opfer
Carters Opfer waren zumeist junge Frauen, deren Leben auf grausame Weise beendet wurde.

Jillette Mills, 25, wurde am 12. April 1984 tot in einer Wohnung in Los Angeles aufgefunden. Sie war stranguliert worden.

Susan Knoll (33), ebenfalls am 12. April 1984 tot in derselben Wohnung aufgefunden, ebenfalls stranguliert.

Bonnie Guthrie (24), am 12. April 1984 tot in ihrer Wohnung in Los Angeles aufgefunden.

Tok Chum Kim (38) wurde am 13. April 1984 gefunden; sie war verstümmelt, sodass die genaue Todesursache nicht eindeutig feststellbar war.

Janette Cullins (24), am 14. April 1984 tot in San Diego aufgefunden, ebenfalls stranguliert.

Diese Opferliste basiert auf dokumentierten Fundorten und Todesursachen sowie den Urteilen in den anschließenden Prozessen.

Festnahme und Beweisaufnahme
Am 17. April 1984 wurde Carter auf der Interstate 40 in Arizona von einem Highway-Officer kontrolliert, da er auffällig gefahren war. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Beamten persönliche Gegenstände seiner Opfer, Messer und weitere Hinweise, die ihn eindeutig mit mehreren Verbrechen in Verbindung brachten. Zudem stellte sich das Fahrzeug als das einer seiner Getöteten heraus.

Während der Gerichtsverfahren konnte das Oberste Gericht von Kalifornien DNA-Spuren nachweisen, darunter Sperma von drei Mordopfern sowie blutige Handabdrücke, die Carter direkt mit einzelnen Tatorten in Verbindung brachten. Ein Überwachungsvideo zeigte ihn außerdem beim Abheben von Geld vom Konto eines Opfers.

Verurteilung und Haft
Carter wurde wegen vierfachen Mordes, mehrerer Vergewaltigungen und anderer Delikte zum Tode verurteilt. Ein weiterer Fall wurde fallengelassen, da die Todesstrafe bereits ausgesprochen worden war. Es besteht jedoch der begründete Verdacht, dass er noch weitere Verbrechen begangen haben könnte.

Seit 1985 sitzt er im Todestrakt von San Quentin in Kalifornien und wartet auf die Vollstreckung seines Urteils. Während dieser Zeit veröffentlichte er Kolumnen über das Leben im Todestrakt und seine Sicht auf das Justizsystem in einem Blog, der von einem Freund betrieben wird, obwohl er weiterhin seine Unschuld beteuerte.


Dean Carter ist ein Beispiel für einen Täter, dessen Gewaltexplosion innerhalb kurzer Zeit mehrere Leben zerstörte. Seine Taten im April 1984 in Kalifornien hinterließen nicht nur bei den Familien der Opfer tiefe Spuren, sondern prägten auch das Bewusstsein der Ermittler. Sie hatten es mit einem Mann zu tun, dessen äußere Erscheinung und Beruf zunächst wenig Verdacht erweckten, dessen wahre Natur aber in einer Serie grausamer Verbrechen offenbar wurde.


Weitere dokumentierte Hinweise

1

12. April 1984 – Los Angeles
(Rekonstruktion auf Basis gerichtlich belegter Fakten)

Die Wohnung wirkte unauffällig. Es handelte sich um ein gewöhnliches Mehrparteienhaus in Los Angeles, an dem keine sichtbaren Spuren von Gewalt zu erkennen waren. Hinter der Tür spielte sich jedoch eines der grausamsten Kapitel dieser Apriltage ab.

Dean Carter kannte mindestens eine der Frauen. Das ist gerichtlich belegt. Er war kein Fremder, der gewaltsam eine Tür eintrat. Er war jemand, der Zutritt erhielt oder sich Zugang verschaffte, ohne sofort Alarm auszulösen.

Im Inneren der Wohnung eskalierte die Situation. Laut Gerichtsakten bedrohte Carter seine Opfer mit einem Messer. Von diesem Moment an lag die Kontrolle vollständig bei ihm. Spuren belegten, dass mindestens eine der Frauen gefesselt wurde.

Es kam zu sexuellen Übergriffen. Forensische Untersuchungen wiesen Spermaspuren nach, die eindeutig Carter zuzuordnen waren. Die Gewalt war nicht impulsiv-chaotisch, sondern folgte einem Muster aus Dominanz und Kontrolle.

Die Tötung erfolgte durch Strangulation. Beide Frauen starben an den Folgen der massiven Gewalteinwirkung auf den Hals. Es gab keine Hinweise auf Schusswaffen oder stumpfe Gewalt als primäre Todesursache. Der Tod trat durch Erwürgen ein.

Nach den Taten verließ Carter die Wohnung nicht überstürzt. Das zeigen mehrere Indizien. So versteckte er beispielsweise mindestens eine der Leichen in einem Schrank. Dieses Detail ist gerichtlich dokumentiert und taucht auch in anderen Fällen der Serie auf.

Er nahm persönliche Gegenstände mit. Später wurde er dabei gefilmt, wie er mit der Karte eines Opfers Geld abhob. Dies war ein zentraler Beweis im Prozess.

Als die Leichen am 12. April entdeckt wurden, deutete zunächst nichts auf eine Mordserie hin. Doch nur Stunden später wurde in einer weiteren Wohnung eine weitere tote Frau mit nahezu identischem Tatbild gefunden.

Die Tat vom 12. April ist exemplarisch für das, was Gerichte später als klar erkennbares Muster beschrieben haben. Annäherung aus einem Vertrauensverhältnis heraus oder zumindest ohne sofortige Eskalation. Bedrohung mit einem Messer. Sexuelle Gewalt. Strangulation. Verbergen der Leiche. Diebstahl von Eigentum.

Dieses Muster wiederholte sich innerhalb weniger Tage mehrfach.

2

Die fünftägige Eskalation – kriminalhistorisch auffällig
Die belegten Morde ereigneten sich innerhalb von nur fünf Tagen – vom 10. bis zum 14. April 1984.
Eine derart kurze Eskalationsphase mit mehreren Opfern gilt als außergewöhnlich. Kriminalistisch bemerkenswert ist, dass es keine längere „Cooling-Off“-Phase gab und die Taten nicht über Jahre verteilt begangen wurden, sondern sich die Mordserie in wenigen Tagen extrem verdichtete.

Carter bestritt die Taten. Er äußerte sich später öffentlich und betonte erneut seine Unschuld. Während seiner Haftzeit veröffentlichte er über Dritte Texte über das Leben im Todestrakt.

3

Kriminalpsychologische Einordnung (auf Basis belegter Fakten)
Hinweis: Diese Einordnung stützt sich ausschließlich auf gerichtlich belegte Tatmuster, bekannte Lebensdaten und dokumentierte Verhaltensweisen. Es handelt sich dabei nicht um eine klinische Diagnose, sondern um eine kriminalpsychologische Bewertung des bekannten Tatbildes.

Tatdynamik: Extreme Eskalation in kurzer Zeit
Eines der auffälligsten Merkmale bei Carter ist die zeitliche Verdichtung der Gewalt. So tötete er zwischen dem 10. und dem 14. April 1984 mehrere Frauen innerhalb weniger Tage. Eine längere „Cooling-off“-Phase, wie sie bei vielen Serienmördern üblich ist, gab es nicht. Aus kriminalpsychologischer Sicht spricht dies für eine akute Eskalationsphase. Möglicherweise kam es zu einem Zusammenbruch innerer Kontrollmechanismen, gepaart mit impulsiver, aber dennoch strukturierter Gewalt. Die Taten waren nicht chaotisch, sondern kontrolliert, wiederholt, strukturiert und zielgerichtet.

Dominanz- und Kontrollmotiv
Es liegen Belege für Fesselungen, Bedrohungen mit einem Messer, Strangulationen sowie das Verbergen von Leichen vor. In der forensischen Psychologie gilt die Strangulation als besonders persönliches Tötungsdelikt. Es erfordert körperliche Nähe, direkten Kontakt und anhaltende Kontrolle über das Opfer. Dies deutet auf ein starkes Machtbedürfnis, Dominanzfantasien sowie das Bedürfnis nach totaler Kontrolle hin. Die sexuelle Gewalt war integraler Bestandteil der Taten und nicht zufällig, sondern systematisch.

Opferwahl
Mehrere der Opfer stammten aus seinem erweiterten Umfeld bzw. Bekanntenkreis. Das ist psychologisch relevant. Er wählte keine völlig zufälligen Fremden auf offener Straße aus. Er nutzte Nähe oder Vertrauen. Das spricht für ein kalkuliertes Vorgehen und nicht für einen wahllosen Impuls.

Post-Tat-Verhalten
Gerichtlich belegt: Verbergen der Leichen. Mitnahme persönlicher Gegenstände. Nutzung der EC-Karten. Nutzung gestohlener Fahrzeuge.

Dieses Verhalten zeigt Realitätsbewusstsein und den Versuch der Bereicherung, aber keine psychotische Entkopplung von der Realität. Er wusste, was er tat, und versuchte, daraus Nutzen zu ziehen.

Persönlichkeitsstruktur (indirekte Ableitung)
Carter war vor 1984 mehrfach wegen Eigentumsdelikten inhaftiert. Es gibt jedoch keine belegten früheren Sexualmorde. Aus der Tatstruktur lassen sich kriminalpsychologisch folgende Merkmale ableiten: antisoziale Persönlichkeitszüge, geringe Empathiefähigkeit, hohe Manipulationsfähigkeit sowie ausgeprägte Impuls- und Aggressionsdurchbrüche.

Eine öffentlich dokumentierte Diagnose einer Psychose oder einer anderen schweren geistigen Erkrankung im Zusammenhang mit den Morden existiert nicht.

Motivlage – sachlich betrachtet
Als gesichert gelten sexuelle Motivation, Dominanz- und Kontrollbedürfnis, situative Eskalation sowie teilweise instrumentelle Bereicherung (Diebstahl).

Nicht belegbar sind hingegen ideologische oder „missionarische“ Motive, rituelle Symbolik oder religiöse Wahnvorstellungen.

Besonderheit seines Falles
Viele Serienmörder entwickeln über Jahre hinweg ein Muster, das von längeren Pausen unterbrochen wird. Carter hat hingegen keine lange bekannte Vorgeschichte sexualisierter Tötungsdelikte. Es gibt keine jahrelange Serienentwicklung. Seine Taten konzentrieren sich auf nur fünf Tage. Das macht seinen Fall kriminalhistorisch besonders. Es handelt sich um eine kompakte, hochaggressive Gewalteskalation und nicht um eine jahrzehntelange Serienkarriere.

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