Allan Legere - Opferchronologie
1. John Glendenning – Der Beginn der Gewalt
21. Juni 1986 – Black River Bridge, New Brunswick
Die Geschichte der bekannten Opfer von Allan Legere begann nicht erst während seiner späteren Flucht, sondern bereits drei Jahre zuvor. Am Abend des 21. Juni 1986 drangen er und zwei Komplizen in das abgelegene Haus des älteren Ehepaars John und Mary Glendenning ein. Was als Raubüberfall begann, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem brutalen Gewaltverbrechen. Der damals 68-jährige John Glendenning wurde von den Eindringlingen schwer misshandelt. Die Täter schlugen ihn wiederholt und fügten ihm schwere Verletzungen zu. Seine Ehefrau Mary musste die Gewalt mitansehen und wurde selbst Opfer schwerer Misshandlungen und eines sexuellen Übergriffs. Für John Glendenning endete die Nacht tödlich. Er erlag den schweren Verletzungen, die ihm während des Überfalls zugefügt worden waren. Mary Glendenning überlebte schwer traumatisiert und wurde später eine wichtige Zeugin gegen die Täter. Legere wurde für seine Beteiligung an dem Verbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch die Geschichte war noch lange nicht vorbei.
2. Annie Flam – Das erste Mordopfer nach der Flucht
28. Mai 1989 – Newcastle, New Brunswick
Knapp drei Wochen nach seiner spektakulären Flucht aus dem Krankenhaus von Moncton suchte Allan Legère erneut nach Opfern. Dieses Mal hatte er das Haus der Schwestern Annie und Nina Flam ins Visier genommen. Die beiden Frauen lebten gemeinsam und ahnten nicht, dass sich einer der meistgesuchten Männer Kanadas in ihrer Nähe befand. In der Nacht drang Legere in das Haus ein. Annie Flam wurde von dem Angreifer brutal attackiert. Die Gewalt war außergewöhnlich. Sie erlitt schwerste Verletzungen und starb noch am Tatort. Die Ermittler stellten später fest, dass ihr Kiefer bei den Angriffen gebrochen worden war. Doch die Tat war noch nicht beendet. Nachdem er Annie getötet hatte, wandte sich Legere ihrer Schwester Nina zu. Er fesselte sie, misshandelte sie und vergewaltigte sie. Anschließend versuchte er, auch sie zu töten. Nina überlebte jedoch wie durch ein Wunder. Bevor Legere das Haus verließ, legte er Feuer, offenbar um Spuren zu vernichten. Trotz ihrer schweren Verletzungen gelang es Nina Flam, Hilfe zu erhalten. Ihre Aussagen wurden später zu einem wichtigen Baustein der Ermittlungen. Mit dem Mord an Annie Flam begann offiziell die Terrorserie, die New Brunswick monatelang lähmen sollte.
3. Donna Daughney – Die Angst kehrt zurück
13. Oktober 1989 – Newcastle, New Brunswick
Nach dem Mord an Annie Flam vergingen mehrere Monate, in denen es zu keinen weiteren bekannten Tötungsdelikten kam. Viele hofften, Legere habe die Region verlassen. Doch diese Hoffnung zerplatzte am 13. Oktober 1989, als Legere in das Haus der Schwestern Donna und Linda Daughney eindrang. Was sich dort abspielte, gehört zu den brutalsten Verbrechen der gesamten Mordserie. Donna Daughney wurde Opfer eines gewaltsamen Angriffs. Die Ermittler fanden Hinweise auf massive körperliche Gewalt, Messerverletzungen und Würgeversuche. Die Tat wies dieselben Merkmale wie frühere Angriffe Legeres auf: extreme Brutalität und völlige Rücksichtslosigkeit. Donna überlebte den Angriff nicht. Als die Polizei den Tatort später untersuchte, wurde deutlich, dass sich dort ein regelrechter Gewaltexzess abgespielt hatte.
4. Linda Daughney – Ein Doppelmord erschüttert die Region
13. Oktober 1989 – Newcastle, New Brunswick
Im selben Haus wurde auch Donna Daughneys Schwester Linda Opfer des Angreifers. Die Schwestern hatten keine Chance gegen den bewaffneten Täter. Linda wurde ebenfalls brutal misshandelt und getötet. Die Ermittler fanden zahlreiche Spuren schwerer Gewaltanwendung. Anschließend legte Legere Feuer im Haus. Als diese Nachricht bekannt wurde, erreichte die Angst in der Miramichi-Region einen neuen Höhepunkt. Viele Bewohner begannen, sich nachts zu bewaffnen. Es wurden Nachbarschaftswachen gegründet. Niemand fühlte sich mehr sicher. Der Doppelmord machte deutlich, dass Legere weiterhin in der Region aktiv war und jederzeit erneut zuschlagen könnte.
5. Father James Smith – Das letzte bekannte Mordopfer
15. November 1989 – Chatham Head, New Brunswick
Einen Monat nach den Daughney-Morden traf die Gewalt einen Mann, der in der Gemeinde hohes Ansehen genoss. Pater James Smith war katholischer Priester und bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Region beliebt. Sein Pfarrhaus galt als Ort der Sicherheit und des Vertrauens. Doch auch dort erschien Allan Legere. Am 15. November 1989 drang er in das Pfarrhaus ein. Father Smith wurde Opfer eines besonders brutalen Angriffs. Die Ermittlungen ergaben, dass der Geistliche massiv misshandelt worden war. Sein Tod löste weit über New Brunswick hinaus Entsetzen aus. Die Ermordung des Priesters zeigte, dass Legere wahllos vorging und keinerlei Mitgefühl für seine Opfer besaß. Für viele Bewohner war dies der Moment, in dem die Angst ihren Höhepunkt erreichte.
Die Überlebenden
Mary Glendenning
Mary Glendenning überlebte den Überfall im Jahr 1986, bei dem ihr Ehemann John getötet wurde. Sie erlitt dabei schwere körperliche und psychische Traumata. Ihre Aussagen waren später entscheidend für die Verurteilung der Täter.
Nina Flam
Nina Flam wurde während des Angriffs am 28. Mai 1989 gefesselt, schwer misshandelt, vergewaltigt und beinahe getötet. Trotz ihrer schweren Verletzungen überlebte sie. Ihre Aussage war von großer Bedeutung für die Ermittlungen gegen Legere.
Nach aktuellem Stand der belegbaren Fakten werden Allan Legere fünf bestätigte Tötungsdelikte zugeschrieben. Die Mordserie von 1989 machte ihn zum berüchtigten „Monster of the Miramichi“ und führte zu einer der größten Fahndungen in der Geschichte Kanadas. Seine Verurteilung war zudem ein Meilenstein für die Forensik, da DNA-Beweise eine zentrale Rolle bei seiner Überführung spielten.
1. John Glendenning – Der Beginn der Gewalt
21. Juni 1986 – Black River Bridge, New Brunswick
Die Geschichte der bekannten Opfer von Allan Legere begann nicht erst während seiner späteren Flucht, sondern bereits drei Jahre zuvor. Am Abend des 21. Juni 1986 drangen er und zwei Komplizen in das abgelegene Haus des älteren Ehepaars John und Mary Glendenning ein. Was als Raubüberfall begann, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem brutalen Gewaltverbrechen. Der damals 68-jährige John Glendenning wurde von den Eindringlingen schwer misshandelt. Die Täter schlugen ihn wiederholt und fügten ihm schwere Verletzungen zu. Seine Ehefrau Mary musste die Gewalt mitansehen und wurde selbst Opfer schwerer Misshandlungen und eines sexuellen Übergriffs. Für John Glendenning endete die Nacht tödlich. Er erlag den schweren Verletzungen, die ihm während des Überfalls zugefügt worden waren. Mary Glendenning überlebte schwer traumatisiert und wurde später eine wichtige Zeugin gegen die Täter. Legere wurde für seine Beteiligung an dem Verbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch die Geschichte war noch lange nicht vorbei.
2. Annie Flam – Das erste Mordopfer nach der Flucht
28. Mai 1989 – Newcastle, New Brunswick
Knapp drei Wochen nach seiner spektakulären Flucht aus dem Krankenhaus von Moncton suchte Allan Legère erneut nach Opfern. Dieses Mal hatte er das Haus der Schwestern Annie und Nina Flam ins Visier genommen. Die beiden Frauen lebten gemeinsam und ahnten nicht, dass sich einer der meistgesuchten Männer Kanadas in ihrer Nähe befand. In der Nacht drang Legere in das Haus ein. Annie Flam wurde von dem Angreifer brutal attackiert. Die Gewalt war außergewöhnlich. Sie erlitt schwerste Verletzungen und starb noch am Tatort. Die Ermittler stellten später fest, dass ihr Kiefer bei den Angriffen gebrochen worden war. Doch die Tat war noch nicht beendet. Nachdem er Annie getötet hatte, wandte sich Legere ihrer Schwester Nina zu. Er fesselte sie, misshandelte sie und vergewaltigte sie. Anschließend versuchte er, auch sie zu töten. Nina überlebte jedoch wie durch ein Wunder. Bevor Legere das Haus verließ, legte er Feuer, offenbar um Spuren zu vernichten. Trotz ihrer schweren Verletzungen gelang es Nina Flam, Hilfe zu erhalten. Ihre Aussagen wurden später zu einem wichtigen Baustein der Ermittlungen. Mit dem Mord an Annie Flam begann offiziell die Terrorserie, die New Brunswick monatelang lähmen sollte.
3. Donna Daughney – Die Angst kehrt zurück
13. Oktober 1989 – Newcastle, New Brunswick
Nach dem Mord an Annie Flam vergingen mehrere Monate, in denen es zu keinen weiteren bekannten Tötungsdelikten kam. Viele hofften, Legere habe die Region verlassen. Doch diese Hoffnung zerplatzte am 13. Oktober 1989, als Legere in das Haus der Schwestern Donna und Linda Daughney eindrang. Was sich dort abspielte, gehört zu den brutalsten Verbrechen der gesamten Mordserie. Donna Daughney wurde Opfer eines gewaltsamen Angriffs. Die Ermittler fanden Hinweise auf massive körperliche Gewalt, Messerverletzungen und Würgeversuche. Die Tat wies dieselben Merkmale wie frühere Angriffe Legeres auf: extreme Brutalität und völlige Rücksichtslosigkeit. Donna überlebte den Angriff nicht. Als die Polizei den Tatort später untersuchte, wurde deutlich, dass sich dort ein regelrechter Gewaltexzess abgespielt hatte.
4. Linda Daughney – Ein Doppelmord erschüttert die Region
13. Oktober 1989 – Newcastle, New Brunswick
Im selben Haus wurde auch Donna Daughneys Schwester Linda Opfer des Angreifers. Die Schwestern hatten keine Chance gegen den bewaffneten Täter. Linda wurde ebenfalls brutal misshandelt und getötet. Die Ermittler fanden zahlreiche Spuren schwerer Gewaltanwendung. Anschließend legte Legere Feuer im Haus. Als diese Nachricht bekannt wurde, erreichte die Angst in der Miramichi-Region einen neuen Höhepunkt. Viele Bewohner begannen, sich nachts zu bewaffnen. Es wurden Nachbarschaftswachen gegründet. Niemand fühlte sich mehr sicher. Der Doppelmord machte deutlich, dass Legere weiterhin in der Region aktiv war und jederzeit erneut zuschlagen könnte.
5. Father James Smith – Das letzte bekannte Mordopfer
15. November 1989 – Chatham Head, New Brunswick
Einen Monat nach den Daughney-Morden traf die Gewalt einen Mann, der in der Gemeinde hohes Ansehen genoss. Pater James Smith war katholischer Priester und bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Region beliebt. Sein Pfarrhaus galt als Ort der Sicherheit und des Vertrauens. Doch auch dort erschien Allan Legere. Am 15. November 1989 drang er in das Pfarrhaus ein. Father Smith wurde Opfer eines besonders brutalen Angriffs. Die Ermittlungen ergaben, dass der Geistliche massiv misshandelt worden war. Sein Tod löste weit über New Brunswick hinaus Entsetzen aus. Die Ermordung des Priesters zeigte, dass Legere wahllos vorging und keinerlei Mitgefühl für seine Opfer besaß. Für viele Bewohner war dies der Moment, in dem die Angst ihren Höhepunkt erreichte.
Die Überlebenden
Mary Glendenning
Mary Glendenning überlebte den Überfall im Jahr 1986, bei dem ihr Ehemann John getötet wurde. Sie erlitt dabei schwere körperliche und psychische Traumata. Ihre Aussagen waren später entscheidend für die Verurteilung der Täter.
Nina Flam
Nina Flam wurde während des Angriffs am 28. Mai 1989 gefesselt, schwer misshandelt, vergewaltigt und beinahe getötet. Trotz ihrer schweren Verletzungen überlebte sie. Ihre Aussage war von großer Bedeutung für die Ermittlungen gegen Legere.
Nach aktuellem Stand der belegbaren Fakten werden Allan Legere fünf bestätigte Tötungsdelikte zugeschrieben. Die Mordserie von 1989 machte ihn zum berüchtigten „Monster of the Miramichi“ und führte zu einer der größten Fahndungen in der Geschichte Kanadas. Seine Verurteilung war zudem ein Meilenstein für die Forensik, da DNA-Beweise eine zentrale Rolle bei seiner Überführung spielten.
