Die Opferchronologie
Bei nicht allen Taten konnten die Ermittler jedes Detail zweifelsfrei rekonstruieren. Die folgende Chronologie orientiert sich an den Opfern, die Kroll gestanden hat und die von den Ermittlungsbehörden als ganz oder teilweise glaubhaft eingestuft wurden.
1955 – Die erste bekannte Tat
An einem Sommertag des Jahres 1955 verschwand eine junge Frau in Nordrhein-Westfalen spurlos. Damals ahnte niemand, dass dieser Fall den Beginn einer jahrzehntelangen Mordserie markieren würde. Kroll näherte sich seinem Opfer, überwältigte es und tötete es schließlich durch Würgen. Die Ermittlungen führten damals zu keinem Ergebnis.
Ende der 1950er-Jahre
In den folgenden Jahren wiederholte sich dieses Muster. Immer wieder verschwanden Frauen oder wurden tot aufgefunden. Die Fälle wirkten isoliert. Unterschiedliche Tatorte und große zeitliche Abstände verhinderten die Erkenntnis, dass möglicherweise ein Serienmörder aktiv war.
Die 1960er-Jahre
Während das Wirtschaftswunder Deutschland veränderte, setzte Kroll seine Mordserie fort. Besonders Kinder und junge Mädchen gerieten nun in sein Visier. Er suchte gezielt Situationen, in denen seine Opfer allein und schutzlos waren. Bei mehreren Leichen fanden sich Hinweise auf sexuelle Gewalt. In einigen Fällen fanden Ermittler Spuren von Strangulation. Dennoch gelang es nicht, die Taten miteinander zu verbinden.
Anfang der 1970er-Jahre
Mit zunehmendem Alter wurde Kroll nicht weniger gefährlich. Seine Taten wurden brutaler. Laut späteren Geständnissen begann er nun häufiger damit, Leichen zu verstümmeln. Die sexuelle Komponente blieb dabei das zentrale Motiv. Die Polizei arbeitete weiterhin an einzelnen Fällen, ohne den Täter zu identifizieren.
3. Juli 1976 – Das letzte Opfer
An diesem Sommertag begegnete die vierjährige Marion Ketter ihrem späteren Mörder. Kroll lockte das Kind in seine Duisburger Wohnung. Dort missbrauchte und tötete er sie. Anschließend begann er, den Leichnam zu zerstückeln. Doch diesmal sollte ihm das Schicksal nicht mehr helfen. Als Nachbarn sich über verstopfte Rohre beschwerten, fand ein Installateur menschliche Gewebereste im Abwassersystem. Die Polizei wurde alarmiert und durchsuchte die Wohnung. Wenige Stunden später endete die mehr als zwanzig Jahre andauernde Mordserie.
Bei nicht allen Taten konnten die Ermittler jedes Detail zweifelsfrei rekonstruieren. Die folgende Chronologie orientiert sich an den Opfern, die Kroll gestanden hat und die von den Ermittlungsbehörden als ganz oder teilweise glaubhaft eingestuft wurden.
1955 – Die erste bekannte Tat
An einem Sommertag des Jahres 1955 verschwand eine junge Frau in Nordrhein-Westfalen spurlos. Damals ahnte niemand, dass dieser Fall den Beginn einer jahrzehntelangen Mordserie markieren würde. Kroll näherte sich seinem Opfer, überwältigte es und tötete es schließlich durch Würgen. Die Ermittlungen führten damals zu keinem Ergebnis.
Ende der 1950er-Jahre
In den folgenden Jahren wiederholte sich dieses Muster. Immer wieder verschwanden Frauen oder wurden tot aufgefunden. Die Fälle wirkten isoliert. Unterschiedliche Tatorte und große zeitliche Abstände verhinderten die Erkenntnis, dass möglicherweise ein Serienmörder aktiv war.
Die 1960er-Jahre
Während das Wirtschaftswunder Deutschland veränderte, setzte Kroll seine Mordserie fort. Besonders Kinder und junge Mädchen gerieten nun in sein Visier. Er suchte gezielt Situationen, in denen seine Opfer allein und schutzlos waren. Bei mehreren Leichen fanden sich Hinweise auf sexuelle Gewalt. In einigen Fällen fanden Ermittler Spuren von Strangulation. Dennoch gelang es nicht, die Taten miteinander zu verbinden.
Anfang der 1970er-Jahre
Mit zunehmendem Alter wurde Kroll nicht weniger gefährlich. Seine Taten wurden brutaler. Laut späteren Geständnissen begann er nun häufiger damit, Leichen zu verstümmeln. Die sexuelle Komponente blieb dabei das zentrale Motiv. Die Polizei arbeitete weiterhin an einzelnen Fällen, ohne den Täter zu identifizieren.
3. Juli 1976 – Das letzte Opfer
An diesem Sommertag begegnete die vierjährige Marion Ketter ihrem späteren Mörder. Kroll lockte das Kind in seine Duisburger Wohnung. Dort missbrauchte und tötete er sie. Anschließend begann er, den Leichnam zu zerstückeln. Doch diesmal sollte ihm das Schicksal nicht mehr helfen. Als Nachbarn sich über verstopfte Rohre beschwerten, fand ein Installateur menschliche Gewebereste im Abwassersystem. Die Polizei wurde alarmiert und durchsuchte die Wohnung. Wenige Stunden später endete die mehr als zwanzig Jahre andauernde Mordserie.
