SERIENKILLER

Tatzeitraum & Opfer

Aktiv von 1972
Bis 1978
Bestätigte Opfer 33
Opfergruppen Jungen und junge Männer, meist zwischen 14 und 21 Jahren

Modus Operandi & Motive

Modus Operandi Anlocken, Missbrauch, Ermordung
Hauptmotive Sexuell, sadistisch motiviert

Rechtliches

Festnahmejahr 1978
Urteil Todesurteil
Haftform Gefängnis
Hinrichtungsjahr 1994
Bild 1
Quelle: Cook County Sheriff’s Office / Wikimedia Commons – gemeinfrei (Public Domain).
Bild 2
Dieses Werk ist gemeinfrei, da es in den Vereinigten Staaten zwischen 1978 und Februar 1989 ohne Urheberrechtsvermerk veröffentlicht wurde und das Urheberrecht daran innerhalb von fünf Jahren nicht beim US-amerikanischen Copyright Office registriert wurde.
Bild 3
Diese Datei unterliegt der Creative Commons Namensnennung 2.0 Generic-Lizenz. Haus von John Gacy.


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Der Fall des amerikanischen Serienmörders John Wayne Gacy zählt zu den erschütterndsten und bekanntesten Kriminalgeschichten des 20. Jahrhunderts. Seine in den 1970er-Jahren begangenen grausamen Verbrechen machten ihn weltweit berüchtigt und brachten ihm den makabren Beinamen „Killer Clown“ ein. Für deine True-Crime-Website folgt nun ein umfassender, belegbarer und atmosphärisch erzählter Text über diesen Fall.


John Wayne Gacy, Jr. wurde am 17. März 1942 in Chicago, Illinois, geboren. Seine Kindheit war von Gewalt und Demütigungen geprägt. Sein alkoholkranker Vater misshandelte ihn regelmäßig und stellte seine Männlichkeit infrage. Diese Erfahrungen hinterließen tiefe psychische Narben.

Trotz dieser schwierigen Umstände gelang es Gacy, sich nach außen hin als respektabler Bürger zu etablieren. Er engagierte sich politisch innerhalb der Demokratischen Partei, leitete ein erfolgreiches Bauunternehmen und galt als geselliger und hilfsbereiter Mann. Doch hinter dieser bürgerlichen Fassade verbarg sich eine dunkle Seite.

Besonders makaber war sein Hobby: Unter dem Namen „Pogo the Clown“ trat er bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, Kinderfesten und Paraden auf. Das fröhliche Lächeln der Clownsmaske stand in krassem Gegensatz zu den Verbrechen, die er im Verborgenen beging.

Bereits im Jahr 1968 wurde Gacy im Bundesstaat Iowa wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt. Er erhielt eine Haftstrafe von zehn Jahren, wurde jedoch nach rund 18 Monaten wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Nach seiner Entlassung kehrte er nach Chicago zurück und schien sich ein neues Leben aufzubauen. Die Vergangenheit schien vergessen – doch sie war nur ein Vorbote dessen, was folgen sollte.

In seinem Haus in der 8213 West Summerdale Avenue im Chicagoer Stadtteil Norwood Park begann Gacy in den frühen 1970er-Jahren eine grausame Mordserie. Zwischen 1972 und 1978 lockte er mindestens 33 Jungen und junge Männer in sein Zuhause.

Viele seiner Opfer waren Ausreißer oder auf der Suche nach Arbeit. Gacy versprach ihnen Jobs in seinem Bauunternehmen oder bot ihnen Geld und Alkohol an. Mit einem perfiden Trick, der sogenannten „Handschellen-Masche“, fesselte er sie unter dem Vorwand, ihnen einen Zaubertrick vorzuführen. Sobald sie wehrlos waren, missbrauchte und folterte er sie, bevor er sie schließlich erdrosselte.

Die meisten Leichen vergrub er im Kriechkeller unter seinem Haus. Weitere warf er in den Des Plaines River. Insgesamt wurden 26 Leichen auf seinem Grundstück entdeckt, andere Opfer wurden außerhalb entsorgt.

Der Anfang vom Ende kam im Dezember 1978, als der 15-jährige Robert Piest verschwand. Die Ermittlungen führten die Polizei direkt zu Gacy. Bei der Überwachung und Durchsuchung seines Hauses stießen die Ermittler auf immer mehr belastende Hinweise, bis schließlich ein unerträglicher Verwesungsgeruch aus dem Boden aufstieg.

Gacy wurde am 21. Dezember 1978 verhaftet. Kurz darauf gestand er die Morde und bezeichnete sich selbst als „Richter, Geschworener und Henker“.

Der Prozess gegen John Wayne Gacy, der am 6. Februar 1980 begann, erregte weltweit Aufsehen. Seine Verteidigung argumentierte mit Unzurechnungsfähigkeit, doch die Geschworenen befanden ihn für schuldfähig. Am 13. März 1980 wurde er des 33-fachen Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Es handelte sich um eines der schwersten Urteile in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Gacy verbrachte 14 Jahre im Todestrakt des Stateville Correctional Centers in Illinois. In dieser Zeit malte er zahlreiche Bilder, darunter verstörende Darstellungen von Clowns, die später zu makabren Sammlerstücken wurden. Am 10. Mai 1994 wurde er durch eine Giftspritze hingerichtet. Seine letzten Worte lauteten: „Kiss my ass.”

John Wayne Gacy ermordete 33 junge Männer und Jugendliche und zählt damit zu den brutalsten Serienmördern der US-Geschichte. Sein Fall führte zu bedeutenden Fortschritten in der forensischen Wissenschaft, insbesondere bei der Identifizierung von Opfern mittels moderner DNA-Analysen. Noch Jahrzehnte später konnten so einige Opfer identifiziert werden.

Der Kontrast zwischen seinem öffentlichen Image als engagierter Bürger und seinem grausamen Doppelleben machte ihn zu einem Sinnbild für das erschreckende Phänomen des verborgenen Bösen.


Der Fall John Wayne Gacy ist ein erschütterndes Beispiel dafür, wie ein Serienmörder hinter einer respektablen Fassade agieren kann. Seine Verbrechen erschütterten eine Nation und prägten die moderne Kriminalistik nachhaltig. Er gilt bis heute als einer der berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte – sein Name ist untrennbar mit Angst, Grauen und Täuschung verbunden.


Weitere dokumentierte Hinweise

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Die Mordserie des amerikanischen Serienmörders John Wayne Gacy gehört zu den grausamsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1972 und 1978 entführte, missbrauchte und ermordete er mindestens 33 Jungen und junge Männer in Chicago, Illinois. Viele seiner Opfer konnten erst Jahre oder sogar Jahrzehnte später identifiziert werden. Die folgende Liste basiert ausschließlich auf belegbaren und dokumentierten Fakten.

Die Opfer von John Wayne Gacy – Eine detaillierte Liste
Im Schatten eines scheinbar respektablen Lebens verschwanden junge Männer spurlos. Einige von ihnen waren auf der Suche nach Arbeit, andere waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Ihre Namen sind heute untrennbar mit der Geschichte eines der berüchtigtsten Serienmörder Amerikas verbunden.

1. Timothy Jack McCoy (16), verschwunden am 3. Januar 1972, ermordet gefunden 1978
2. John Butkovich (18), verschwunden am 31. Juli 1975, ermordet aufgefunden 1978
3. Darrell Julius Samson (18), verschwinden am 6. April 1976, ermordet aufgefunden 1978
4. Randall Gordon Reffett (15), verschwunden am 14. Mai 1976, ermordet aufgefunden 1978
5. Samuel Earl Stapleton (14), verschwunden am 14. Mai 1976, ermordet aufgefunden 1978
6. Michael Bonnin (17), verschwunden am 3. Juni 1976, ermordet aufgefunden 1978
7. William George Carroll Jr. (16), verschwunden am 13. Juni 1976, ermordet aufgefunden 1978
8. Rick Johnston (17), verschwinden am 4. Juli 1976, ermordet aufgefunden 1978
9. Kenneth Parker (16), verschwunden am 24. Juli 1976, ermordet aufgefunden 1978
10. Gregory Godzik (17), verschwunden am 12. August 1976, ermordet aufgefunden 1978
11. John Anthony Mowery (19), verschwunden am 25. September 1976, ermordet aufgefunden 1978
12. Russell Lloyd Nelson (21), verschwunden am 17. Oktober 1976, ermordet aufgefunden 1978
13. Robert Winch (16), verschwunden am 10. November 1976, ermordet aufgefunden 1978
14. Tommy Boling (20), verschwunden am 18. November 1976, ermordet aufgefunden 1978
15. David Cram (18), verschwunden, 1976, ermordet aufgefunden 1978
16. James Haakenson (16), verschwunden am 5. August 1976, ermordet aufgefunden 1978
17. William Kindred (19), verschwunden am 16. Februar 1977, ermordet aufgefunden 1978
18. Timothy O’Rourke (20), verschwunden im Juni 1977, ermordet aufgefunden 1978
19. Frank Landingin (19), verschwunden am 4. November 1977, ermordet aufgefunden 1978
20. Jay Arthur Kelley (19), verschwunden am 15. September 1976, ermordet aufgefunden 1978
21. Tony Antonucci (17), verschwunden in 1976, Überlebte – kein Mordopfer (oft erwähnt, aber nicht gezählt)
21. Robert Donnelly (19), verschwunden in 1977, Überlebte – kein Mordopfer
Unbekannt („John Doe“), 1970er-Jahre, Später identifiziert
22. Mark Eugene Miller (24), verschwunden in 1978, 2017 identifiziert
23. Robert Jerome Piest (15), verschwunden am 11. Dezember 1978, ermordet aufgefunden 1978
24–33 Weitere Opfer, 1970er-Jahre. Teilweise erst später identifiziert


Die Ermittlungen waren äußerst komplex. Insgesamt wurden 33 Mordopfer gerichtsfest nachgewiesen, von denen:
• 26 im Kriechkeller seines Hauses in der 8213 West Summerdale Avenue gefunden wurden,
• 3 im Garten begraben waren,
• 4 im Des Plaines River entsorgt wurden.

Zu den später identifizierten Opfern gehören:
• James Byron Haakenson Jr. – identifiziert 2017
• William George Bundy – identifiziert 2011
• Mark Eugene Miller – identifiziert 2017

Bis heute konnten alle Opfer eindeutig identifiziert werden. Dazu waren jahrzehntelange forensische Untersuchungen, darunter moderne DNA-Analysen, notwendig. Der Mord an Robert Jerome Piest am 11. Dezember 1978 führte letztlich zur Verhaftung Gacys. Piests Verschwinden brachte die Ermittlungen ins Rollen, die zur Durchsuchung von Gacys Haus und zur Entdeckung der Leichen führten. Jeder Name auf dieser Liste steht für ein verlorenes Leben und eine zerstörte Zukunft. Jahrzehntelang blieben einige Opfer namenlos, begraben unter Beton und Erde. Erst moderne forensische Methoden gaben ihnen ihre Identität und damit ihre Würde zurück.

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Weitere belegbare Fakten über John Wayne Gacy

Begegnung mit der First Lady
Gacy engagierte sich politisch in der Demokratischen Partei. Am 6. Mai 1978 wurde er bei einer Veranstaltung fotografiert, bei der er First Lady Rosalynn Carter die Hand schüttelte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits mehrere Morde begangen. Er trug dabei ein offizielles Abzeichen des Secret Service, das er aufgrund seines Engagements erhalten hatte.

Erfolgreicher Geschäftsmann und angesehener Bürger
Gacy besaß ein Bauunternehmen namens PDM Contractors (Painting, Decorating and Maintenance). Er beschäftigte häufig junge Männer und Teenager – einige von ihnen wurden später zu seinen Opfern. Nach außen galt er als zuverlässiger Unternehmer und respektiertes Mitglied der Gemeinschaft.

Die Figur „Pogo the Clown“
Gacy trat ehrenamtlich als „Pogo the Clown“ und „Patches the Clown“ auf. Er unterhielt Kinder in Krankenhäusern, bei Paraden und Wohltätigkeitsveranstaltungen. Anders als oft dargestellt, beging er seine Morde nicht im Clownskostüm. Der Kontrast zwischen seinem Clown-Image und seinen Verbrechen trug maßgeblich zu seinem berüchtigten Ruf als „Killer Clown“ bei.

Entscheidender Durchbruch durch Robert Piest
Der Mord an Robert Jerome Piest im Dezember 1978 führte zu Gacys Überführung. Die Polizei erhielt einen Durchsuchungsbefehl, nachdem Piest zuletzt mit Gacy gesehen worden war. Während der Ermittlungen fiel den Beamten ein intensiver Verwesungsgeruch im Haus auf. Fortschritte in der Forensik Der Fall trug wesentlich zur Weiterentwicklung moderner Identifizierungsmethoden bei. Mehrere Opfer konnten erst Jahrzehnte später durch DNA-Analysen identifiziert werden. Die Behörden von Cook County starteten im Jahr 2011 eine neue Initiative zur Identifizierung unbekannter Opfer.

Abriss seines Hauses
Gacys Haus in der 8213 West Summerdale Avenue wurde 1979 abgerissen. Das Grundstück wurde später neu bebaut und trägt heute eine andere Adresse, um Sensationsbesuche zu vermeiden.

Psychologische Einordnung
Gacy wurde als narzisstisch und manipulativ beschrieben. Er führte ein Doppelleben: nach außen respektierter Bürger, im Verborgenen Serienmörder. Sein Fall gilt als klassisches Beispiel für die „Mask of Sanity“, das scheinbar normale Auftreten schwerer Gewaltverbrecher.

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